FC Hansa Rostock : 89. Minute Ausgleich – 90. Minute +1 und K. o.

Hansa im Schockzustand, von links: Soufian Benyamina, Marcel Schuhen, Christian Dorda. Nachdem den Rostockern gestern in Osnabrück in der 89. Minute der Ausgleich gelang, kassierten sie in der Nachspielzeit noch das 1:2…  Fotos: Lutz Bongarts
Hansa im Schockzustand, von links: Soufian Benyamina, Marcel Schuhen, Christian Dorda. Nachdem den Rostockern gestern in Osnabrück in der 89. Minute der Ausgleich gelang, kassierten sie in der Nachspielzeit noch das 1:2… Fotos: Lutz Bongarts

Hansa unterliegt beim VfL Osnabrück mit 1:2

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02. April 2017, 20:30 Uhr

Der FC Hansa verlor heute in der 3. Fußball-Liga beim VfL Osnabrück mit 1:2 (0:1) vor 11 044 Zuschauern im Stadion an der Bremer Brücke. Damit haben die Rostocker zwei Plätze in der Tabelle eingebüßt, sind nun Fünfzehnter, und der Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang ist auf vier Zähler geschrumpft. „Momentan scheint der Fußball-Gott einfach nicht auf unserer Seite zu sein“, sagt Coach Christian Brand.

Der 44-Jährige stellte seine Start-Elf vom Heimspiel gegen Paderborn ordentlich um – und begann ohne einen etatmäßigen Stürmer. Dafür sollten Stephan Andrist und Timo Gebhart in der Spitze den Osnabrücker Verteidigern das Leben schwer machen. Dies ging aber so gar nicht auf. Beide konnten sich zu selten gegen die Gegenspieler durchsetzen oder gar einen Ball behaupten.

Die einzig aussichtsreiche Situation in Halbzeit eins für die Hanseaten war nach sechs Minuten ein Lattentreffer durch Gebhart. Danach machten nur noch die Gastgeber das Spiel, und die Rostocker sahen schönen Kombinationsfußball vom VfL. Nach einer Ecke gingen deswegen auch die Osnabrücker verdient mit 1:0 in Führung (31.). Anschließend zeigten sich die diesmal in roten Trikots antretenden Hanseaten total verunsichert, während die Gastgeber nun eindeutig den Takt vorgaben. Der FCH wirkte teilweise überfordert – da nützte auch ein kurzes Aufbäumen zu Beginn von Hälfte zwei nichts. Vielmehr mussten die Gäste von der Ostsee aufpassen, nicht noch mehr Tore zu kassieren. Aber davor bewahrten sie Keeper Marcel Schuhen mit einer guten Parade (58.) sowie der Pfosten (80.). Eher aus dem Nichts und mit etwas Glück kamen die Hanseaten durch ein Kopfballtor von Dennis Erdmann doch noch zum 1:1 (89.). In der Nachspielzeit erzielte Osnabrück aber erneut nach einer Ecke den 2:1-Endstand.

„Das ist für uns ein ganz schöner Nackenschlag. Wir haben uns riesig über den Ausgleich kurz vor Schluss gefreut – und mit dem Abpfiff frisst man so ein Ding. Das ist bitter“, sagte Verteidiger Marcus Hoffmann und meinte zum Gegentreffer: „Wir kriegen den Standard wieder nicht richtig verteidigt.“

Am Mittwoch geht es für die Hansa-Kicker bereits weiter. Dann ist Tabellenführer MSV Duisburg zu Gast (Anpfiff 19 Uhr im Ostseestadion). „Da müssen wir unseren Mann stehen, uns gerade machen – bei Sturmstärke zwölf. Das ist die Situation. Es spielt keine Rolle, wer kommt, es geht nur darum, wie sich die Mannschaft als Team verkauft, wie sie sich präsentiert, wie sie läuft und macht, dass die Leute im Stadion das Gefühl haben, das ist eine Mannschaft, die hat es verdient, das Trikot von Hansa Rostock zu tragen – und ich als Trainer habe es auch verdient. Das ist das, was wir zeigen müssen. Noch mehr als sonst“, gibt Trainer Brand die Marschroute für die bevorstehende englische Woche vor.

Trainer Urteil

Joe Enochs (Osnabrück): Die ersten zehn Minuten war Rostock am Drücker und hatte mit dem Lattentreffer eine Riesenchance. Wir haben aber diese kleine Phase von denen überstanden und sind danach spielbestimmend gewesen. Durch den Führungstreffer gewannen wir an Selbstvertrauen. Es war eine gute erste Hälfte von uns. Nach der Pause waren wir nicht mehr so konsequent gegen den Ball, so kam Rostock besser ins Spiel, ohne große Torchancen zu haben. Aber nach dem Ausgleich hat meine Mannschaft unglaublich viel Charakter und tolle Moral gezeigt – und sich mit dem 2:1 belohnt.

Christian Brand (Rostock): Eine solche Niederlage ist schon bitter. Die Mannschaft hat das gut gemacht und kam auch verdient zum Ausgleich. Dann müssen wir das aber konsequenter über die Bühne bringen. Osnabrück hat selbstbewusst gespielt, uns häufig beschäftigt. Bis zur Pause war der Gegner besser. Danach haben wir es dann wieder gut gespielt. Was wir in der ersten Halbzeit nicht gut machten, war, dass wir die Bälle vorne zu einfach verloren haben.

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