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Hansa Rostock

23. September 2017 | 09:33 Uhr

1:3 nach großem Kampf in Unterzahl

vom

svz.de von
erstellt am 21.Nov.2011 | 05:46 Uhr

Der FC Hansa unterlag am Sonnabend in der 2. Fußball-Bundesliga dem FC St. Pauli mit 1:3 (0:1). Nach großem Kampf in mehr als 85-minütiger Unterzahl (mit Nachspielzeit) und dem Ausgleich durch Mintál (50.) war den Rostockern leider nicht wenigstens ein Teilerfolg vergönnt.

Trainer Vollmann tauschte im Vergleich zum 0:0 beim FSV Frankfurt – teils gezwungenermaßen – die komplette offensive Mittelfeld-reihe aus. Für Jänicke, Lartey und Perthel begannen Ziegenbein, Weilandt und Blum. Letzterer rückte vor von der linken Abwehrposition, auf die Pelzer zurückkehrte.

Die Weiß-Blauen fingen schwungvoll an, holten ruckzuck zwei Ecken heraus (6.), besaßen durch Ziegenbein erste Möglichkeiten (3., 7.).

Kurz darauf aber Entsetzen beim Großteil der 24 200 Zuschauer im ausverkauften Achteck: rote Karte für Weilandt nach einem unglücklichen Kopfballduell mit Morena (8.). Da hatte der 19-Jährige den Ellenbogen schon sehr weit oben. Der Paulianer wurde kurz darauf mit Verdacht auf Nasenbeinbruch ausgewechselt (12.).

Hansa steckte den Rückschlag weg, ordnete sich sofort um von 4-2-3-1 auf 4-4-1. Ein Bruch war nicht zu spüren. Die Rostocker griffen weiter an. Nach einem Konter über Mintál und Ziegenbein brachte Letzterer nur einen harmlosen Abschluss zustande (17.). Wenig später erneut Mintál präzise auf „Ziege“. Diesmal nahm der die Kugel volley. Selbige strich nur knapp am Tor der Hamburger vorbei (19.).

Eingangs der 25. Minute der nächste Aufreger, als Bartels im Zweikampf mit Koštál einen Elfmeter schinden wollte, was Schiedsrichter Winkmann allerdings ohne Mühe durchschaute.

St. Pauli kam jetzt stärker in die Partie. Die Riesenchance aber besaßen die Gast-
geber: Mintál auf Ziegenbein, der flankt auf Robert Müller, Gewaltschuss aus Nahdistanz, doch genau auf Keeper Tschauner. Das hätte die Führung sein müssen. Statt dessen Konter der schwarz-braun Gestreiften. Letztlich kommt der zurückgeeilte Ziegenbein nicht mehr rechtzeitig gegen Kruse – 0:1 statt 1:0 (40.). Unglaublich!

Doch es kommt noch ärger: offenes Feuer, Knall- und Leuchtkörper im Gäste-Block. Die Südtribüne (überflüssige Bananen-Bombardements) reagiert wutentbrannt auf die Provokation, schießt mit Raketen – Winkmann bricht ab, schickt beide Mannschaften in die Kabinen. Erst nach 13 Minuten Beruhigungspause wird die erste Halbzeit ordnungsgemäß zu Ende gebracht. Koštál hat mit einem Hammer aus dem Hintergrund noch eine gute Chance (dicht über die Latte/45.+1).

Die Ostseestädter starteten mit unbändigem Willen in die zweite Hälfte. Extraklasse, wie Blum mit Kruse, Schindler und Boll Schlitten fuhr und sauber in den Strafraum flankte. Robert Müllers Schuss geriet eher kraftlos. Dennoch konnte Tschauner den Ball nicht festhalten. Mintál reagierte schneller als Thorandt – 1:1 trotz der Unterzahl (50.)!

Anschließend brachten die Weiß-Blauen sofort wieder Ruhe rein, hielten strenge Defensivdisziplin und setzten auf Konter. Einer – bei dem Ziegenbein nicht an Gunesch vorbeikam (63.) – war richtig gefährlich. Zudem wechselte Vollmann mit Jänicke für Schyrba (fortan Ziegenbein Rechtsverteidiger) und Albrecht für Mintál zwei frische Offensive ein.

Aber ein überflüssiger Freistoß an der Strafraumgrenze bricht Hansa das Genick. Bruns führt aus, Saglik ist vor Koštál per Kopf zur Stelle – 1:2 (80.). Das 1:3 in der Nachspielzeit, Folge eines Ballverlustes von Peitz, tut nichts mehr zur Sache.

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