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FC Hansa Rostock : 1:2 – Hansa wacht zu spät auf

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostocker verlieren beim Dritten Würzburger Kickers. Ahlschwede einziger Torschütze der Hanseaten

von
erstellt am 24.Apr.2016 | 19:00 Uhr

Die Serie von Fußball-Drittligist FC Hansa  ist beendet: Fünf Spiele  in Folge waren die Rostocker  ohne Niederlage, doch beim Aufsteiger  Würzburger Kickers mussten sich die Hanseaten  vor 7969 Zuschauern  mit 1:2 (0:2)  geschlagen geben.

Angeführt vom Ersatz-Kapitän Marcel Ziemer, da Tobias Jänicke wegen eines Bänderrisses vorerst ausfällt, und ohne Stürmer Melvin Platje brachten die Gäste lediglich in den ersten 15 Minuten und in der Schlussphase ihre Tugenden auf den Platz und versuchten den Würzburgern beizukommen. Doch vergebens, denn die Kickers spielten sich vor allem in Halbzeit eins den Ball nach Belieben hin und her – die Blau-Weißen bekamen überhaupt keinen Zugriff.

 Die beiden Tore für die Hausherren fielen nach eigentlich schon geklärten Bällen, während sich die Hansa-Abwehr scheinbar im Kurzschlaf befand und zu unentschlossen agierte. Die gut  1500 mitgereisten Anhänger sahen einen eher müden Auftritt ihrer Kogge. „Wir wussten im Vorfeld, dass der Gegner  sehr, sehr laufstark ist und gerade im Zentrum  kompakt steht. Man spielt ja auch immer so, wie der Gegner es zulässt, und den Schuh müssen wir uns anziehen, dass Würzburg uns das Leben schwer gemacht hat. Wir waren nicht auf der Höhe heute“, sagte FCH-Rechtsverteidiger Maximilian Ahlschwede.

Kein Wunder, dass es in der Halbzeitpause etwas  lauter in der Gäste-Kabine wurde. „Aber auch zu Recht. Das war in der ersten Halbzeit ein Auftritt, wie wir ihn lange nicht hatten – es erinnerte ein bisschen an das Spiel bei Fortuna  Köln (1:5 – d. Red.).“ Einen solchen Untergang wollten die Hanseaten verhindern. Viel gelang gegen die defensiv sicheren Hausherren jedoch auch in Hälfte zwei  nicht.

Dann war es ausgerechnet der flinke Ahlschwede, der sich nach einem Zuspiel von Ziemer im Laufduell durchsetzte und frei vor  Keeper Robert Wulnikowski aus spitzem Winkel  den Ball unter der Latte versenkte – 1:2 (78.). „Ich habe da nicht groß drüber nachgedacht. Ich weiß, wenn man dem Keeper über den Kopf schießt, wird es schwer, und ich habe den Ball gut erwischt“, beschrieb Ahlschwede sein Tor und ergänzte: „Das war gefühlt mein einziger Sprint nach vorne, das macht die Sache um so trauriger. Das hätten wir heute viel häufiger auf den Platz bringen müssen. Denn hier wäre mehr drin gewesen.“ Und daran glaubten am Ende alle Hanseaten: Bei gleich mehreren Standards in der Schlussphase warfen sie alles nach vorne – sogar Keeper Marcel Schuhen versuchte  es, doch Innenverteidiger Marcus Hoffmann traf selbst das fast leere Tor nicht – und so blieb es bei der 1:2-Niederlage.

Verschlechtert hat sich die Situation für den FC Hansa nicht – der Sechs-Punkte-Vorsprung auf die Abstiegsränge bleibt. „Das ist das Positive, das wir mitnehmen können. Jetzt haben wir im Heimspiel gegen Erfurt die Möglichkeit, das Ding einzutüten, damit wir es nicht wie im vergangenen Jahr bis auf den letzten Spieltag schieben“, so Maximilian Ahlschwede.

Urteil der Trainer

Bernd Hollerbach (Würzburg): Es ist das eingetroffen, was ich zuvor gesagt habe: Rostock ist mit sehr viel Selbstvertrauen angereist und hat die erste Viertelstunde auch so agiert. Die Gäste  haben viele zweite Bälle gewonnen und waren gefährlich. Wir  brauchten ein bisschen, bis wir das unter Kontrolle bekamen, aber dann hatten wir das Spiel ganz gut im Griff  und sind verdient in Führung gegangen. Mir hat in der zweiten Halbzeit nicht so gut gefallen, dass wir dann nicht mehr so zielstrebig den Weg nach vorne gesucht haben – und dann sieht man eben beim Gegentor, dass der Kontrahent eine gute Mannschaft hat.
Christian Brand (Rostock): Ich glaube, das war ein verdienter Sieg für Würzburg, auch wenn es zum Ende noch mal eng wurde. Wir haben ganz gut angefangen,  aber waren grundsätzlich nicht zwingend genug nach vorne. Und dann kassierten wir natürlich auch   viel zu einfach die Gegentore. Uns hat insgesamt die Griffigkeit gefehlt, die uns in den  vergangenen Wochen und Monaten stark gemacht hat. Das ist ein bisschen schade, denn so sind wir relativ schnell ins Hintertreffen gekommen.

 

In Kürze

Fans randalieren in der InnenstadtWürzburg Vor dem Spiel der 3. Fußball-Liga zwischen den Würzburger Kickers und dem FC Hansa Rostock haben Fans in der Innenstadt randaliert und mindestens neun Menschen verletzt. Etwa 30 bis 50 Anhänger der Rostocker waren in der Nacht zu Sonnabend zunächst am Hauptbahnhof mit Punks in Streit geraten und dann weiter durch die Stadt gezogen. Die Polizei nahm fünf Personen vorläufig fest. Vor dem Spiel blieb es in Würzburg ruhig.

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