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FC Hansa Rostock : 0:4-Pleite in Mainz - und danach Randale

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

FC Hansa lässt sich von Mainz 05 II auseinandernehmen. Fans greifen Polizisten am Hamburger Hauptbahnhof an.

von
erstellt am 08.Mai.2016 | 19:00 Uhr

0:4 (0:1) beim 1. FSV Mainz 05 II – was den angekündigten Endspurt des bis dato Elften FC Hansa betrifft, um in der 3. Fußball-Liga noch auf einen einstelligen Tabellenplatz zu kommen, blieb es bei der Absichtsbekundung. „Es trat genau das ein, was wir nicht wollten. Wir waren zu passiv im Spiel nach vorn, haben nicht so gut verteidigt wie sonst, waren nicht dicht genug an den Leuten und haben die Bälle zu leicht verloren“, fasste Kapitän Ziemer zerknirscht zusammen.

Die Start-Elf der Gäste war auf gleich vier Positionen verändert: Reserve-Keeper Brinkies durfte sich erstmals seit dem 0:4 gegen Holstein Kiel im November 2015 wieder in einem Punktspiel zeigen, Esdorf verteidigte für den angeschlagenen Dorda auf der linken Seite, Kofler versuchte, den mal wieder Gelb-gesperrten Erdmann als „Staubsauger“ vor der Abwehr zu ersetzen, und im Mittelfeld kam Wannenwetsch an Stelle des erkrankten Garbuschewski zum Einsatz.

Da die Rostocker „durch“ waren und auch die Weiß-Roten bei fünf Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz nicht unbedingt unter dem Druck standen,
Alles oder Nichts spielen zu müssen, entwickelte sich bei sommerlichen Bedingungen ein entspanntes Schiebchen. Über eine halbe Stunde ging es eher dröge zu im Bruchwegstadion. Doch dann fiel plötzlich das 1:0 für die Rheinland-Pfalz-Hauptstädter, als Brinkies einen Schuss von Klement nicht weit genug abgewehrt bekam und Höler abstaubte (32.). Nicht mal eine Minute später fast eine Kopie der Situation, diesmal vollendete Klement, doch zum Glück für die Marineblauen wurde eine Abseitsstellung angezeigt.

Bis zum Gegentor war das, was Hansa anbot, noch akzeptabel gewesen, doch jetzt ging es drunter und drüber bei den Ostseestädtern, die Ordnung ging völlig verlustig, und Hansa hatte alle Mühe, sich ohne weiteren Schaden erst mal in die Kabine zu retten. „In der Pause haben wir uns gepusht, wollten noch die drei Punkte holen“, versicherte Ziemer. Gesehen hat man davon allerdings nichts. Was jetzt geschah… nun, breiten wir besser gnädig den Mantel des Schweigens darüber. Nur soviel: Der FCH ließ sich teilweise vorführen. Im eigenen Strafraum sah er schon lange nicht mehr so dämlich aus wie z. B. beim 0:4. Das war ja schon fast Situationskomik.

Vor allem diese zweite Halbzeit war schon eine ziemlich peinliche Nummer. Die Mainzer brauchten sich ja noch nicht mal groß zu verausgaben, um die Gäste auseinanderzunehmen! Man muss es leider so hart sagen: Die Hausherren waren sogar dem 5:0 näher als die Ostseestädter dem Ehrentreffer.

Ziemer: „Diese Phase haben wir eigentlich hinter uns, dass wir gleich umfallen, wenn wir mal ein Gegentor kriegen. Diesmal ist es passiert. Da bleibt nur eins: dass wir nächste Woche (an diesem Sonnabend ab 13.45 Uhr im Ostseestadion am letzten Spieltag gegen Halle – d. Red.) noch mal alles reinhängen.“

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