3. Liga : 0:4 – Hansa taumelt dem Abgrund entgegen

Ratlose Gesichter: die Hanseaten Max Christiansen, Steven Ruprecht, Sascha Schünemann und Denis-Danso Weidlich (v. l.).
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Ratlose Gesichter: die Hanseaten Max Christiansen, Steven Ruprecht, Sascha Schünemann und Denis-Danso Weidlich (v. l.).

Vor den eigenen Fans von Holstein Kiel regelrecht vorgeführt / Anschließend kochen die Emotionen hoch

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21. Dezember 2014, 19:45 Uhr

Fußball-Drittligist FC Hansa taumelt schnurstracks dem Abgrund entgegen. Sportlich überwintern die Norddeutschen auf einem Abstiegsplatz. Das 0:4 am Sonnabend im Heimspiel gegen Holstein Kiel war das negative I-Tüpfelchen einer desaströsen Hinrunde. Wehr-, kopf- und hilflos ließen sich die Rostocker von den Gästen phasenweise regelrecht vorführen. Nach dem Schlusspfiff riss einem Teil der Anhängerschaft schließlich der Geduldsfaden. Einige Fans versuchten in den Innenraum des Stadions zu gelangen, weitere drängten in Richtung VIP-Eingang der Westtribüne. „Ich bin erschüttert vom Ergebnis und den Ereignissen danach. Zum Glück ist niemand verletzt worden. Nach der katastrophalen Saison kann ich die hochkochenden Emotionen der Fans nachvollziehen“, sagte Michael Dahlmann.

Der Vorstandsvorsitzende des FCH war einer der ersten, der sich den aufgebrachten Anhängern stellte und später die Mannschaft aus der Kabine holte. „Die Fans brauchten jemandem, dem sie ihren Frust mitteilen konnten. Sie waren nicht auf Erklärungen aus und, ehrlich gesagt, fehlten sie mir auch. Letztlich ist es aber noch relativ ruhig abgelaufen“, so der 37-Jährige.

Trotz vier Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz wird Dahlmann die Flinte nicht ins Korn werfen. „Wir haben noch 16 Endspiele, keine Frage. Aber ich schaue hier nicht kampflos zu, wie Hansa Rostock in die 4. Liga absteigt. Wir werden die bisherigen Spiele aufarbeiten, dabei kann es auch ruhig mal im Gebälk krachen“, erklärt der Vorstandsboss, der im Rahmen der Nachlizenzierung auch finanziell einige Hürden nehmen muss. Dennoch sagt Dahlmann: „Ich mache mir im Moment um das Sportliche wesentlich mehr Sorgen als um das Finanzielle. Wirtschaftlich werden wir das hinbekommen.“


 

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