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FC Hansa Rostock : 0:2 gegen Lotte – Hansa trifft das Tor einfach nicht

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Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock hat am Samstag mit einem 0:2 (0:1) bei den Sportfreunden Lotte die dritte Auswärtsniederlage der Saison kassiert.

svz.de von
erstellt am 11.Mär.2017 | 16:32 Uhr

Der Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock hat sein Auswärtsspiel am 26. Spieltag bei den Sportfreunden Lotte mit 0:2 (0:1) verloren, weil den Ostseestädtern einfach die Durchschlagskraft im Angriff fehlt – und dies schon in der gesamten Saison. In nur vier Partien gelang den Hansestädter überhaupt mal mehr als ein Treffer. 2017 gar trafen sie nur viermal in den bisherigen sieben Partien. Auch in Lotte ließ die Elf von Trainer Christian Brand vor allem in der ersten Hälfte zahlreiche gute Gelegenheiten aus.

Tim Väyrynen, der nach seinem Tor zum 1:1 gegen Aalen den Vorzug vor Soufian Benyamina im Sturmzenrtum bekam, vergab alleine drei Chancen vor dem Wechsel. In der 6. Minute ließ er sich alleine aufs Tor zu rennend etwas zu weit nach rechts abdrängen und schoss drüber. Einen Freistoß von Christopher Quiring köpfte er knapp daneben (22.) und nach schöner Einzelleistung, als er zwei Gegenspieler narrte, konnte er sich nicht zwischen Schuss oder Flanke entscheiden – daneben (25.). „Wir hatten einige gute Möglichkeiten und müssen einfach treffen“, sagt Tim Väyrynen. Zumal auch Tommy Grupe (11.) und Marcus Hoffmann (34.) noch weitere Chancen per Kopf hatten.

Doch den Treffer machten die Gastgeber, die einen Nachlässigkeit in der Hansa-Abwehr mit einem gekonnten Doppelpass ausnutzen und durch Moritz Heyer in Führung gingen (17.).

Zur Pause reagiert Brand und bracht mit Maximilian Ahlschwede und Stefan Wannenwetsch für Tommy Grupe sowie Amaury Bischoff, dessen Freistöße eigentlich fast immer für Gefahr sorgten, zwei frische Kräfte. Doch statt geduldig auf den Ausgleich zu spielen, war die Partie nach knapp einer Stunde entschieden. Zunächst sah Ahlschwede dem Lotter Kevin Freiberger dabei zu, wie er zunächst an FCH-Keeper Marcel Schuhen scheiterte, um im Nachsetzen doch das 2:0 zu machen (55.). Nur zwei Minuten später kassierte Hansa-Kapitän Michael Gardawski für ein taktischen Foul die gelbe Karte, reklamierte lautstark und bekam Gelb-Rot.

 In Unterzahl hatten die Norddeutschen jetzt mächtig zu kämpfen, dass die nicht komplett untergehen. Lotte zeigte geradlinigen Fußball und kam zu einer Menge hochkarätiger Chancen.  Nico Neidhart (62.), André Dej (69.), Kevin Freiberger (70.) oder auch Saliou Sané (74.) hätten das Resultat durchaus noch in die Höhe schrauben können. „In der 3. Liga ist es wichtig, dass man das 1:0 macht. Das ist uns trotz guter Chancen nicht gelungen. Nach dem 0:2 und der roten Karte wurde es natürlich sehr schwer“, so Väyrynen.

Viel Zeit zum Regenerieren bleibt nicht. Schon am Mittwochabend (19 Uhr) geht es im Ostseestadion gegen Fortuna Köln weiter. „Ich finde das gut.  Da können wir wieder alles gutmachen. Es wird kein leichtes Spiel. Doch  wir müssen einfach treffen und dann werden wir gewinnen“, so der Finne.

Urteil der Trainer

Ismail Atalan (Lotte): Wir hatten auf diesem Boden unheimliche Schwierigkeiten. Rostock setzte uns immer wieder unter Druck und kam mit dem Platz besser zurecht. Der Gegner spielte schön nach vorne und provozierte viele Standards, die gefährlich waren. Wir gingen  etwas glücklich mit 1:0 in Führung, waren dann aber in der zweiten Hälfte mit einem  Mann mehr deutlich besser, spielten uns viele Chancen heraus.

Christian Brand (Rostock): Für uns war das ein ganz bitterer Nachmittag, weil wir vor allem in der ersten Halbzeit richtig gut gespielt haben. Wir waren couragiert, nahmen den Kampf an. Wir spielten uns große Möglichkeiten heraus, hatten einige Standardsituationen. Wir machten vieles richtig, trotzdem steht es nach 20 Minuten 0:1, weil wir einmal geschlafen haben und nicht konsequent waren. Nach der Pause geraten wir nach einer Nachlässigkeit mit 0:2 ins Hintertreffen. Zwei Minuten später  die Dämlichkeit des Tages, als wir eine gelb-rote Karte bekommen. Dann wird es natürlich schwer, weil auch der körperliche Vorteil, den wir hatten, verpufft.

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