Auslosung : Hansa im Pokal gegen Fortuna Düsseldorf

Diese Auslosung für die erste Runde im DFB-Pokal hatte es für den Fußball-Osten in sich. Gleich sieben Erstligisten müssen bei NOFV-Vereinen antreten. Dabei ist der Auftritt der Bayern in Jena genauso brisant wie das Sachsen-Duell Dresden gegen RB Leipzig.

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19. Juni 2016, 15:43 Uhr

Vorfreude im Fußball-Osten wohin man schaut. Die Auslosung zur ersten Runde um den DFB-Pokal bescherte den unterklassigen Teams aus dem Bereich des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes NOFV attraktive Paarungen. Und so mancher Verein rechnet sich durchaus Chancen aus, nach den Spielen zwischen dem 19.und 22. August noch im Wettbewerb zu sein.

FC Hansa Rostock - Fortuna Düsseldorf

Reizvoll und machbar ist das Los Fortuna Düsseldorf für den FC Hansa. Mit den Rheinländern kommt ein Kontrahent an die Ostsee, der nach einer verkorksten Saison wieder im Neuaufbau ist. Auch das Team von Hansa-Trainer Christian Brand will in der neuen Spielzeit besser aussehen als zuletzt. Da wäre ein Erfolg über den Zweitligisten durchaus eine gute Basis.

FC Carl Zeiss Jena - FC Bayern München

Für Regionalligist FC Carl Zeiss Jena ging ein Traum in Erfüllung. Mit dem FC Bayern erwischte der Thüringer Landespokalsieger den attraktivsten Gegner. Bayern-Coach Carlo Ancelotti wird bei seinem Pflichtspiel-Debüt mit gemischten Gefühlen an die Kernberge reisen.

Vor 36 Jahren schied er mit dem AS Rom - damals noch als Spieler - trotz eines 3:0-Heimsieges mit 0:4 in Jena aus. „Wir wissen, dass eine ganze Region hinter uns stehen wird“, gab sich Jenas Trainer Mark Zimmermann kampfbereit.

SG Dynamo Dresden - RasenBallsport Leipzig

Bis auf eine Partie im Sachsenpokal gingen sich die beiden ambitionierten sächsischen Vereine bislang aus dem Weg. Nun müssen sie gegeneinander antreten. Ohne Freude oder Enttäuschung kommentierten beide Vereine die Auslosung. Klar ist, dass es eine brisante Begegnung wird. „Uns erwartet dort eine richtige Pokal-Atmosphäre und ein Gegner, der uns alles abverlangen wird“, sagte RBV-Sportdirektor Ralf Rangnick und bezeichnete Dynamo eine Woche vor dem Bundesliga-Start als echten Gradmesser.

1. FC Magdeburg - Eintracht Frankfurt

„Schlagbar?“ lautete die erste Reaktion des Fußball-Drittligisten auf die Auslosung. Der DDR-Rekordpokalsieger kennt sich mit Bundesligisten im DFB-Pokal aus. Immerhin mussten unter anderen in den vergangenen Jahren der 1. FC Köln, Bayern München oder der FC Augsburg an der Elbe die Segel streichen. Und die Eintracht ihrerseits hat schlechte Erfahrungen im Fußball-Osten gemacht. Erst in der vergangenen Saison scheiterte sie am FC Erzgebirge Aue.

FSV Zwickau - Hamburger SV

Beim FSV Zwickau kommt man derzeit aus dem Jubeln gar nicht mehr heraus. Erst der Einzug ins sächsische Pokalfinale, was gleichbedeutend mit der Qualifikation für den DFB-Pokal war, dann der Drittliga-Aufstieg und nun das Pokallos HSV. Die Westsachsen dürften nicht ganz chancenlos sein, wenn man die Pokalauftritte der Hamburger im Osten betrachtet. Vor Jahresfrist ging der HSV im Jena baden.

FC Erzgebirge Aue - 1. FC Ingolstadt

„Ingolstadt ist eine spielstarke Mannschaft und hat in der abgelaufenen Saison souverän die Klasse gehalten. Es wird eine schwere Aufgabe für unsere junge Mannschaft. Aber mit unseren Fans im Rücken sind wir nicht chancenlos“, sagte Trainer Pavel Dotchev. Er hofft, dass der Bundesligist eine Woche vor dem Saisonstart noch nicht eingespielt ist.

Hallescher FC - 1. FC Kaiserslautern

Schneller als gedacht gibt es für die Fans des HFC ein Wiedersehen mit Osayamen Osawe. Der Stürmer war vor wenigen Wochen nach der Saisonschluss von der Saale zum 1. FC Kaiserslautern gewechselt. Nun kommt er im Pokal zurück in den erdgas-Sportpark. HFC-Sportdirektor Stefan Böger glaubt an ein Weiterkommen. „Wir werden uns auf diese reizvolle Aufgabe optimal vorbereiten“, bemerkte er.

BFC Preussen Berlin - 1. FC Köln

„Ich finde es lustig, dass Geißbock Hennes jetzt zu uns kommt“, meinte der Sportliche Leiter des Berliner Pokalsieger BFC Preussen Fred Böttcher. Bei einer Party im Vereinsheim hatten rund 200 Mitglieder nach Mitternacht die Auslosung verfolgt. „Das ist ein Knaller, das größte Ereignis für den Verein seit 30 Jahren“, meinte der 1. Vorsitzende Andreas Mittelstädt.

SV Babelsberg 03 - SC Freiburg

Vertreter des Brandenburger Pokalsiegers waren bei der Auslosung in Malente selbst vorort. „Freiburg ist ein sympathischer Gegner, es hätte uns schlimmer treffen können“, kommentierte der Vereins-Vorsitzende Archibald Horlitz die Auslosung.

Jahn Regensburg - Hertha BSC Hertha BSC sollte beim Drittliga-Aufsteiger Jahn Regensburg vor nicht alzu große Probleme gestellt werden. „Wir wollen da weitermachen, wo wir im letzten Jahr angefangen haben“, meinte Manager Michael Preetz.

In diesem Jahr waren die Hauptstädter erst im Pokal-Halbfinal an Borussia Dortmund gescheitert.

MSV Duisburg - 1. FC Union Berlin

Schlechte Erfahrungen haben die Unioner in der zurückliegenden Zweitliga-Saison mit dem MSV gemacht. Am 12. März unterlagen sie dem damaligen Tabellenletzten mit 1:2. „Das ist keine einfache Aufgabe. Auch wenn der MSV Duisburg jetzt Drittligist ist, wird das ein Spiel auf Augenhöhe“, kommentierte Manager Helmut Schulte.

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