WM-Ticket greifbar nah : Youngster Rashford lässt England jubeln

Marcus Rashford jubelt über seinen Treffer zum 2:1 gegen die Slowakei.  
Marcus Rashford jubelt über seinen Treffer zum 2:1 gegen die Slowakei.  

Dank Youngster Rashford steht England dicht vor der WM-Qualifikation. Der 19-Jährige von Manchester United begeistert beim 2:1 gegen die Slowakei und gilt als großer Hoffnungsträger für die Zukunft.

svz.de von
05. September 2017, 11:52 Uhr

Als Marcus Rashford acht Minuten vor dem Ende vom Platz ging, nahm Englands Teammanager Gareth Southgate den von den Ovationen der Fans begleiteten Youngster wie ein Vater in den Arm.

Nach dem 2:1 (1:1) gegen die Slowakei und der damit fast perfekten WM-Qualifikation war Rashford der gefeierte Mann und konnte sich vor Lobeshymnen kaum retten. «Rashford hat alles gezeigt, was er hat. Einiges kann er besser machen, aber seine Arbeit mit dem Ball, die Reife seiner Vorstellung und seine Dribblings waren verheerend für den Gegner und haben die Fans von den Sitzen gerissen», lobte Southgate den 19 Jahre alten Stürmer von Manchester United.

Auch die englischen Gazetten überschlugen sich. «Marcus Rashford hat sich als eine atemberaubende Verstärkung präsentiert», schrieb das Boulevardblatt «Sun» und prophezeite: «Das arme Kind (Rashford) wird mit Vergleichen zu Michael Owen und Wayne Rooney leben müssen.»

Ähnlich bewertete der «Daily Mirror» den Auftritt Rashfords. «Der 19-Jährige hat einen großen Test bestanden. Und indem er das geschafft hat, hat er vielleicht bewiesen, dass England Fortschritte macht. Sein Tor war Weltklasse und zeigte, was für ein unglaubliches Talent er ist. Er wird Englands größte Hoffnung sein.»

Dabei erlebte das englische Fußball-Juwel am Montagabend im mit knapp 68 000 Zuschauern besetzten Wembley-Stadion eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Schon nach drei Minuten leitete Rashford den frühen Rückstand ein, als er den Ball gegen den Torschützen Stanislav Lobotka verlor.

Aus der Bahn warf ihn das Missgeschick nicht. Mit einer Ecke bereitete der jüngste englische Länderspieltorschütze, der jemals bei seinem Debüt traf, den Ausgleich durch Eric Dier (37.) vor. Nach knapp einer Stunde vollstreckte Rashford mit einem herrlichen Schuss dann zum Sieg, der das Mutterland des Fußballs dem WM-Ticket ganz nahe brachte. Aus den ausstehenden zwei Spielen gegen Slowenien und in Litauen benötigt der Champion von 1966 nur noch einen Zähler. «Er hat viel Charakter gezeigt», lobte Dier den Matchwinner. «Hoffentlich wird sein Stern auch bei der WM leuchten.»

Rashford steht für den neuen Jugendstil der Engländer, die in diesem Sommer mit den Triumphen bei der U20-WM und U19-EM sowie Platz zwei bei der U17-EM aufhorchen ließen. Dabei kam er selbst in englischen Nachwuchsteams kaum zum Einsatz, weil ihn sein überragendes Talent schon früh ganz nach oben führte.

Bereits mit 18 Jahren debütierte er in der A-Elf, für die er schon nach drei Minuten sein erstes Tor erzielte. «Er hat eine brillante Technik und steht mit beiden Füßen auf dem Boden. Aber seine größte Qualität ist sein Temperament», sagte Ex-Nationalspieler Phil Neville über Rashford und stellte fest: «Er ist ein kleiner Superstar.»

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Steckbrief Rashford

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