Stimmen : Hoffen, bangen, jubeln

Fußball-Fans verfolgten  im WM-Wohnzimmer im Stadion Alte Försterei in Berlin beim Public Viewing  das Viertelfinal-Spiel Deutschland-Frankreich – und auch sie twitterten nach Herzenslust…
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Fußball-Fans verfolgten im WM-Wohnzimmer im Stadion Alte Försterei in Berlin beim Public Viewing das Viertelfinal-Spiel Deutschland-Frankreich – und auch sie twitterten nach Herzenslust…

WM-Endspiel mit dem späten Deutschland-Sieg sorgt in den sozialen Medien für eine Achterbahnfahrt der Gefühle

svz.de von
14. Juli 2014, 00:14 Uhr

Hoffen, bangen, jubeln: Das WM-Finale löste in den sozialen Medien eine Achterbahnfahrt der Gefühle aus. Nach dem Tor von Mario Götze herrschte grenzenlose Euphorie: „ENDLICH!!! Jetzt zittern! Aber ich sag: das war das WELTMEISTER-Tor“, twitterte Maria Höfl-Riesch.

„YYYYYEEEESSSSSS!!!!!!“, schrieb Sabine Lisicki. Wenige Minuten später war der 1:0-Erfolg nach Verlängerung der deutschen Mannschaft perfekt – eine Erlösung. Die ehemalige Wimbledon-Finalistin Lisicki stand nach eigenem Bekunden schon in der ersten Halbzeit vor „einem Herzinfarkt“, Ex-Nationalspieler Kevin Kuranyi verlangte nach „Baldrian“.

Anders als beim historischen 7:1-Halbfinalerfolg gegen Brasilien musste diesmal auch in den sozialen Netzwerken kräftig gezittert werden. „Mann, Mann, Mann ist dieser Messi stark heute. Aufpassen Jungs“, kommentierte Boxer Felix Sturm, nachdem Lionel Messi der deutschen Abwehr enteilt war. Dabei herrschte vor dem Anpfiff in Rio Optimismus pur – daran änderte auch der kurzfristige Ausfall von Sami Khedira nichts. „Ich hoffe auf und glaube an ein 3:1 gegen Argentinien! Tore Müller, Hummels und Schürrle!!“, verkündete Formel-1-Spitzenreiter Nico Rosberg.

Es war nicht die einzige Anfeuerung vor dem Anpfiff im Maracana-Stadion – auch von der Internationalen Raumstation ISS gab es Unterstützung. „Falls Deutschland gewinnt, widme ich die nächsten elf Erdumrundungen der deutschen Mannschaft“, ließ Astronaut Alexander Gerst wissen. „Jungs, jetzt holt Euch den Titel!“, twitterte hingegen der nicht für die WM berücksichtigte Torjäger Mario Gomez, während Franz Beckenbauer wie schon 1990 der Mannschaft eine klare Botschaft mit auf den Weg gab: „Geht's raus und spielt's Fußball.“

Auch die Wintersportler drückten kräftig die Daumen. Die dreimalige Ski-Olympiasiegerin Höfl-Riesch verkündete in eine schwarz-rot-goldene Fahne gehüllt: „Der nächste Stern für Deutschland ist zum Greifen nah. Schnappt ihn Euch, liebes DFB-Team.“ Slalom-Vizeweltmeister Felix Neureuther schickte bei Facebook Grüße von der Zugspitze mit der Aufforderung: „Macht Euch unsterblich!“

Während des zweiten Durchgangs merkte man auch in den sozialen Medien, dass das Spiel auf des Messers Schneide stand. Die Einträge bei Twitter und Facebook waren bei den Prominenten nicht annähernd mit denen während des deutschen Halbfinals zu vergleichen. Zittern statt twittern lautete die Devise. „Jetzt macht es in der Verlängerung“, forderte der dreimalige Wimbledonsieger Boris Becker die DFB-Auswahl nach 90 Minuten ohne Tor auf. Höfl-Riesch sah derweil ein „WM-Final-würdiges Spiel. Hoffentlich mit positivem Ausgang für GER.“ Ihr Wunsch sollte sich erfüllen.

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