Europameisterschaft 2016 : Im Fanblock der Slowaken

Nach dem 2:1 über Russland: Die RFC-Spieler Tobias Kirschnik (rechts) und Christoph Lüth (2.v.r.) sowie Ralph Klinkau (Magdeburg) feiern mit ihrem slowakischen Kumpel Patrik Brencic.
Nach dem 2:1 über Russland: Die RFC-Spieler Tobias Kirschnik (rechts) und Christoph Lüth (2.v.r.) sowie Ralph Klinkau (Magdeburg) feiern mit ihrem slowakischen Kumpel Patrik Brencic.

Christoph Lüth, Tobias Kirschnik und Patrik Brencic vom Fußball-Verbandsligisten Rostocker FC feiern gemeinsam das 2:1 über Russland

svz.de von
17. Juni 2016, 11:45 Uhr

„Die Atmosphäre war beeindruckend, aber wir waren ja auch an der richtigen Stelle im Stadion“, sagt Christoph Lüth. Der Verbandsliga-Kicker des Rostocker FC und Vorsitzende des Beachsoccer-Clubs 1. FC Versandkostenfrei verfolgte am Mittwochnachmittag mit drei Kumpels in Lille die Partie zwischen der Slowakei und Russland (2:1) im Fanblock der Slowaken: „Nach den beiden Toren zum Ende der ersten Hälfte war natürlich die Hölle los. Es hat riesigen Spaß gemacht“, so der 28-Jährige, der gemeinsam mit Tobias Kirschnik (ebenfalls RFC und 1. FC Versandkostenfrei), Patrik Brencic (Torwart beim RFC) und dem Magdeburger Ralph Klinkau in Frankreich unterwegs ist.

Brencic ist Slowake, und über dessen Vater kam das Quartett an die Tickets. „Er hat gute Kontakte und sie uns offiziell über die Uefa besorgt“, verrät Lüth. Am Dienstagmorgen haben sie sich auf den Weg gemacht, zunächst nach Belgien. „Dort haben wir übernachtet, weil es günstiger ist als in Frankreich. Nach Lille waren es aber nur rund 30 Kilometer“, berichtet Christoph Lüth. Neben dem Duell Russland – Slowakei wurde auch noch intensiv Sightseeing betrieben: „Wir haben uns schon die Stadt angeschaut, waren auf dem Marktplatz und auch in der offiziellen Fanzone. Von den Ausschreitungen am Nachmittag haben wir nichts mitbekommen, obwohl wir auch in der Stadt waren. Wir haben gemeinsam mit Engländern und Franzosen gefeiert.“

Auch in Bezug auf die Sicherheitsmaßnahmen kann Lüth nichts Negatives berichten. „Auf dem Weg ins Stadion gab es kaum Beeinträchtigungen. Sicher hat man in der Stadt viele Polizisten gesehen, und auf dem Weg zur Fanzone mussten wir auch durch drei oder vier Checks. Allerdings hielten die Beamten sich meist im Hintergrund. Wir machten uns auch schon ziemlich früh auf den Weg ins Stadion, sind dabei kein Risiko eingegangen“, so der Kicker und leidenschaftliche Fußball-Fan.

Gestern früh ging die Reise weiter nach Paris – zunächst ohne weitere Tickets. Ziel war das Stade de France im Norden der französischen Hauptstadt, wo am Abend die deutsche Elf auf Polen traf. „Wir haben von einem Kumpel gehört, dass man vor den Stadien noch relativ leicht an Karten kommt. Er habe das in den vergangenen Tagen auch so gemacht. Es gibt ja eine Menge Rückläufer, die an offiziellen Uefa-Ständen verkauft werden. Da wollen wir das auch versuchen“, so Lüth. Und es klappte. Die Rostocker waren gestern Abend live im Stadion dabei. Der Stopp in Paris ist jedoch der letzte ihrer EM-Tour: „Dann geht es wieder zurück nach Rostock.“

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