10. Spieltag : Fortuna erbost über Elfmeterpfiff - Gladbach nun Zweiter

Gladbachs Torschütze Thorgan Hazard (l) und Alassane Plea jubeln nach dem Treffer zur 1:0-Führung.
Gladbachs Torschütze Thorgan Hazard (l) und Alassane Plea jubeln nach dem Treffer zur 1:0-Führung.

Eine Halbzeit lang konnte Fortuna Düsseldorf die Partie offen gestalten, dann kam ein umstrittener Elfmeter und die geballte Gladbacher Offensivkraft. Am Ende stand der Aufsteiger wieder mit leeren Händen da.

svz.de von
04. November 2018, 18:49 Uhr

Sportvorstand Erich Rutemöller schüttelte verständnislos den Kopf und Verteidiger Niko Gießelmann fluchte über einen umstrittenen Handelfmeter.

«Das ist zum Kotzen. Das bringt uns um den Lohn», meinte Fortuna Düsseldorfs Linksverteidiger nach dem 0:3 (0:0) im Derby bei Borussia Mönchengladbach. Lange Zeit hielt der Aufsteiger beim neuen Tabellenzweiten gut mit, dann hagelte es am Ende doch noch eine deutliche Niederlage, die sechste nacheinander. Vor 54.022 Zuschauer im ausverkauften Borussia-Park erzielten Thorgan Hazard (48./Handelfmeter/82.) und Jonas Hofmann (67.) die Treffer für die Gastgeber.

Die angesprochene Szene aus der 47. Minute, als Alassane Plea dem Düsseldorfer Abwehrchef den Ball aus kurzer Entfernung an den Unterarm schoss, erboste die Gäste, weil es schon der dritte Handelfmeter in dieser Saison gegen sie war. «Er war zumindest fragwürdig», befand Trainer Friedhelm Funkel, dessen Mannschaft sich diesmal besser verkaufte als noch zuletzt. Am Ende fehlte aber vor allem wieder die Durchschlagskraft im Angriff. «Wir müssen endlich mal wieder ein Tor erzielen, so ist es schwer, Spiele zu gewinnen», sagte der Fortuna-Coach.

Wie man Treffer erzielt, zeigten die Gladbacher. Die Mannschaft tat sich zwar lange Zeit schwer gegen die kompakte Düsseldorfer Defensive, doch nach dem 1:0 offenbarten die Gastgeber ihre Qualitäten. «Wir mussten auf der Hut sein, aber am Ende war es ein verdienter Sieg», sagte Borussias Trainer Dieter Hecking. Sportdirektor Max Eberl lobte den Charakter des Teams. «Die 0:5-Niederlage im Pokal gegen Leverkusen hat uns überhaupt nicht geschmeckt. Da hat die Mannschaft heute eine gute Reaktion gezeigt.»

Mit dem Sprung auf Rang zwei haben die Gladbacher die Pokalpleite wettgemacht und die Erwartungen sogar ein wenig übertroffen. «Wir können mit dem ersten Saisondrittel, 20 Punkten und dem zweiten Tabellenplatz sehr zufrieden war», meinte Hecking. Zudem konnte der Coach erstmals nach zwei Monaten wieder Offensivspieler Raffael einsetzen, auch der zuletzt angeschlagene Alassane Plea stand wieder im Team.

Auffälligster Gladbacher war Florian Neuhaus, der in der vergangenen Saison noch 29 Pflichtspiele für Fortuna Düsseldorf absolvierte. «Ich hätte gerne ein Tor geschossen, aber ich werde weiter daran arbeiten», meinte der U21-Nationalspieler.

Im 47. Niederrheinderby brachte der Strafstoß von Hazard die lang ersehnte Führung. Für Düsseldorfs Keeper Michael Rensing war es in der Bundesliga der 20. Gegentreffer beim 20. Elfmeter. Die Gastgeber, die auch im 16. Spiel nacheinander mindestens einen Treffer erzielten, kamen durch Hofmann und erneut Hazard, der seinen siebten Saisontreffer erzielte, dann zum klaren Sieg. «Das ist eine gute Bilanz, aber man darf auch nicht vergessen, dass wir eine schwere Woche hatten», sagte Borussias Torhüter Yann Sommer.

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