Bekanntgabe am Donnerstag : EM-Vergabe: Bundestrainer Löw sieht bessere Chancen für Deutschland

Für Joachim Löw sagt, dass ein Turnier im eigenen Land 'das Schönste ist'. Foto: imago/Moritz Müller
Für Joachim Löw sagt, dass ein Turnier im eigenen Land "das Schönste ist". Foto: imago/Moritz Müller

DFB-Boss Reinhard Grindel schlägt hingegen einen scharfen Ton in Richtung Türkei an.

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23. September 2018, 21:28 Uhr

Mainz | Bundestrainer Joachim Löw sieht gute Chancen für die Vergabe der Fußball-Europameisterschaft 2024 an Deutschland. "Ich glaube, wir gehen mit einem leichten Vorsprung in die nächste Woche", sagte Löw in einem am Sonntag im ZDF ausgestrahlten Beitrag mit Bezug auf den Ausrichter-Zweikampf mit der Türkei. "Ich glaube, dass Deutschland eine sehr gute, umfangreiche, seriöse, aber auch kreative Bewerbung vorgelegt hat. Wir haben im Verband sehr lange daran gearbeitet." Die Vorbewertung sei positiv gewesen. "Daher sind wir voller Hoffnung."

Deutsche Bewertung besser bewertet

Das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union kürt den übernächsten EM-Ausrichter am Donnerstag in Nyon. In ihrem am Freitag veröffentlichten Evaluationsbericht hatte die UEFA die deutsche Bewerbung insgesamt besser bewertet und besonders die Menschenrechtslage in der Türkei als Manko benannt.

Löw geht nicht davon aus, dass die Diskussion um den Rücktritt von Nationalspieler Mesut Özil negative Auswirkungen auf die Entscheidung haben könnte. Ob er auch bei einem möglichen Zuschlag für Deutschland in sechs Jahren noch Bundestrainer sein werde, wollte der 58 Jahre alte Weltmeister-Trainer von 2014 nicht sagen. "Soweit vorausdenken möchte ich nicht", meinte er. Er räumte aber ein, dass ein Turnier im eigenen Land "das Schönste ist, ob für Trainer oder Spieler oder den Verband". Löw erinnerte an die WM 2006 in Deutschland. Diese habe eine Stimmung und eine Wirkung im Land erzeugt. "Das war der Beginn von der guten Zeit im deutschen Fußball."

Scharfe Worte vom DFB-Boss

DFB-Präsident Reinhard Grindel hat vor der Vergabe den Ton gegenüber dem einzigen Konkurrenten verschärft. "Wir haben natürlich darauf aufmerksam gemacht, dass unsere Mitbewerber aus der Türkei so ziemlich alles garantieren, was nicht niet- und nagelfest ist. Die Kollegen aus der UEFA-Exekutive wissen aber ganz genau, was wir Deutsche leisten können. Insbesondere, wenn wir sagen, das kostet einen Euro und dafür bekommt ihr einen Euro, dass das auch noch 2024 gilt", sagte Grindel in einem am Sonntag in einem ZDF-Beitrag. "Mit uns Deutschen hat man bei der UEFA gute Erfahrungen gemacht. Wir haben Champions-League-Finals durchgeführt, wo man erkennen konnte, dass das, was wir vorher zugesagt haben, auch eingehalten wurde", sagte Grindel.

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