FC Hansa Rostock : Zu neunt ein Remis gerettet

Der FC Hansa – hier Halil Savran (links) und Torschütze Julian Jakobs – bejubelte das 1:1 gegen den VfL Osnabrück wie einen Sieg: Mehr als eine Halbzeit lang waren die Rostocker nur zu neunt.
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Der FC Hansa – hier Halil Savran (links) und Torschütze Julian Jakobs – bejubelte das 1:1 gegen den VfL Osnabrück wie einen Sieg: Mehr als eine Halbzeit lang waren die Rostocker nur zu neunt.

Bei Hansas 1:1 im Heimspiel gegen Osnabrück gab´s drei Platzverweise, zwei Elfmeter und ein Fast-Abbruch.

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02. Februar 2014, 00:00 Uhr

Bravourös gekämpft, einen Punkt gewonnen und doch ein Stück weit verloren: Hansa Rostock durfte sich nach einer Abwehrschlacht in doppelter Unterzahl zwar über ein 1:1 (1:1)-Unentschieden gegen den VfL Osnabrück freuen. Das Fehlverhalten eines Teils der Anhänger, die mit dem Werfen von Gegenständen eingangs der zweiten Halbzeit fast für einen Abbruch der Partie gesorgt hätten, dürfte aber für den ohnehin chronisch klammen Verein ein teures Nachspiel seitens der Sportgerichtsbarkeit des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) haben.

Es war ein in vielfacher Hinsicht außergewöhnliches Spektakel, das sich den 10 000 Zuschauern am Samstag in der Rostocker Arena bot. In der turbulenten, denkwürdigen Partie erwischten die Gäste mit dem verwandelten Strafstoß von Kapitän Nicolas Feldhahn nach nur drei Minuten einen Auftakt nach Maß und hätten nach 23 Minuten mit einem weiteren Elfmetertor nachlegen können. Adriano Grimaldi scheiterte aber an Hansas Torhüter Jörg Hahnel.

Vier Minuten später glich Julian Jakobs mit seinem zweiten Saisontreffer aus und alle im Stadion – mit Ausnahme der Gästefans – hofften auf die Wende und den ersten Hansa-Sieg in diesem Jahr.

Daraus wurde aber nichts, weil sich die Rostocker noch vor der Pause selbst dezimierten. Zuerst sah Routinier Milorad Pekovic nach einer despektierlichen Geste gegen den Schiedsrichterassistenten in der 33. Minute Rot (Bergmann: „Das war ihm so gar nicht bewusst, aber das hätte er in seinem Alter wissen müssen.“). Acht Minuten später musste auch Sascha Schünemann nach einem groben Foulspiel noch vor der Pause unter die Dusche.

Danach drohten die Ereignisse auszuufern. Nach wenigen Minuten der zweiten Halbzeit lief VfL-Spieler Marcel Stadel seinen Abwehrkollegen David Pisot um, der verletzt im eigenen Strafraum am Boden liegen blieb. Nachdem daraufhin zahlreiche Gegenstände von den Rängen in den Sechzehner geworfen wurden, unterbrach Bundesliga-Schiedsrichter Tobias Stieler die Partie für 14 Minuten.

Hansas Protagonisten versuchten, die aufgebrachten Fans zu beruhigen. Mit Erfolg. Das Spiel lief fortan in geordneten Bahnen.

Und auf ein Tor. Auf das von Hahnel. Der dienstälteste Rostocker hielt den Kasten sauber und war nach dem Abpfiff wie seine Mannschaftskameraden überwältigt. „So etwas habe ich noch nicht erlebt. Das ist ein sehr, sehr gutes Gefühl“, befand der 32 Jahre alte Schlussmann.

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