FC Hansa Rostock : Respekt zu spät abgelegt

Symptomatische Szene: Halil Savran (Mi.) scheitert bei der letzten Aktion an Heidenheims Keeper Erol Sabanov und wird zurückgepfiffen. Hansa kam mit Kampf und Krampf nicht mehr zum Ausgleich.
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Symptomatische Szene: Halil Savran (Mi.) scheitert bei der letzten Aktion an Heidenheims Keeper Erol Sabanov und wird zurückgepfiffen. Hansa kam mit Kampf und Krampf nicht mehr zum Ausgleich.

Rostocker Drittliga-Fußballer unterliegen Spitzenreiter Heidenheim 0:1

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16. Februar 2014, 16:22 Uhr

Als Halil Savran in der Nachspielzeit frei vor Keeper Erol Sabanov auftauchte, aber wegen Handspiels zurückgepfiffen wurde, war Hansas 0:1-Heimniederlage gegen den 1. FC Heidenheim besiegelt. Die letzte Aktion im Topspiel der 3. Fußball-Liga war symptomatisch für den verkrampften Auftritt der Rostocker, die ihren Respekt zu spät ablegten. „Wenn man nur 30 Minuten gegen so eine Spitzenmannschaft gegenhält, reicht es eben nicht, um zu punkten“, brachte Hansas Julian Jakobs die Leistung auf den Punkt.

Ganz anders der Tabellenführer, der sich am Sonnabend vor 11 000 Zuschauern in der DKB-Arena selbstbewusst und abgezockt präsentierte. Die Gäste deuteten von Beginn an ihre Torgefahr an. Julius Reinhardt verfehlte per Direktabnahme knapp das von Jörg Hahnel gehütete Gehäuse (3.). Fünf Minuten später machte es Reinhardt nach einem blitzsauberen Konter besser und traf aus 17 Metern ins obere Eck – ein Sonntagsschuss zum 1:0.

Hansa war bis dahin nicht im Spiel, hatte bei Zweikämpfen im Mittelfeld das Nachsehen. Dort war Milorad Pekovic, der nach abgesessener Rot-Sperre für Sebastian Pelzer (5. Gelbe Karte) zurück auf die „Sechs“ rückte, zwar um spielerische Linie bemüht, fand aber nach vorne kaum Unterstützung. Vor allem die Außen David Blacha und Jakobs waren abgemeldet, die Sturmspitzen Savran und Johan Plat erhielten keine verwertbaren Pässe.

Einzig bei einem Kopfball von Mendy (16.) und einem Schuss von Savran (17.) flammte Torgefahr auf. Doch bereits im Gegenzug, als Florian Niederlechner Hansas Innenverteidiger düpierte und ans Außennetz schoss, brannte es lichterloh im Rostocker Strafraum (18.).

So waren die Gastgeber bis zur Pause bemüht, hinten weiteren Schaden abzuwenden. Im Vorwärtsgang lief dagegen nicht viel zusammen, hatte Heidenheims Abwehr keine Mühe, die lang geschlagenen Bälle zu klären. Einzig bei einem Freistoß von Blacha zwang Tommy Grupe mit einem Kopfball Sabanov zu einer Glanzparade (28.).

Im zweiten Abschnitt blieb es beim fahrigen und verunsicherten Auftritt der Rostocker. Erst als der Ligaprimus ab der 60. Minute seine Offensiv-Bemühungen reduzierte, legte Hansa seine Zurückhaltung ab, ging bissiger in die Zweikämpfe und kam zu Chancen. Doch Plat (57.) und Jakobs (61.) schossen jeweils neben das Tor. In der Schlussphase ging Trainer Andreas Bergmann volles Risiko, brachte mit Nikolaos Ioannidis und Debütant Dennis Srebeny zwei weitere Stürmer – ohne Effekt.

„Das ist eben der Unterschied. Heidenheim spielt befreit auf und trifft sofort. Wir müssen uns dagegen jede Aktion hart erarbeiten. Und das haben wir in der ersten Halbzeit nicht getan“, fasste Keeper Hahnel treffend zusammen.

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