12. Spieltag : Dortmund hält Konkurrenz mit Sieg in Mainz auf Distanz

Dortmunds Paco Alcácer (r) jubelt mit Achraf Hakimi.
Dortmunds Paco Alcácer (r) jubelt mit Achraf Hakimi.

Borussia Dortmund zieht an der Spitze der Fußball-Bundesliga weiter einsame Kreise. Dennoch mahnen die Verantwortlichen zur Zurückhaltung. Vom Titel träumen vorerst nur die Fans.

svz.de von
24. November 2018, 19:12 Uhr

Die Fans sangen nach dem besten Saisonstart der Vereinsgeschichte schon vom Meistertitel, doch Michael Zorc bremste umgehend die Euphorie.

«Schaut mal auf den Kalender», rief der Sportdirektor des Bundesliga-Tabellenführers den Journalisten nach dem 2:1 (0:0)-Arbeitssieg beim FSV Mainz 05 zu. «Da steht November, nicht Mai.»

Mit 30 Zählern ziehen die Westfalen an der Tabellenspitze weiter souverän ihre Kreise und bauten das Polster auf den wankenden Branchenprimus Bayern München nach zwölf Spielen auf bereits neun Punkte aus. Doch auch BVB-Trainer Lucien Favre wollte nichts von einer Vorentscheidung im Titelkampf wissen. «Das bedeutet überhaupt nichts», sagte der Schweizer.

Favre wusste nur zu genau, dass der Sieg in Mainz am Ende glücklich war. Es bedurfte schon eines Traumtores von Lukasz Piszczek (76. Minute), der den Ball aus dem Stand in den Winkel schlenzte, um die drei Punkte mitzunehmen. Millionen-Joker Paco Alcácer (66.) hatte die Gäste gut zwei Minuten nach seiner Einwechslung in Führung geschossen, die Robin Quaison (70.) vor 33.305 Zuschauern in der ausverkauften Opel Arena umgehend egalisierte. «Es war ein sehr, sehr schweres Spiel», stellte Favre fest.

Er ließ den am Freitag für 21 Millionen Euro vom FC Barcelona erworbenen Alcácer zu Beginn auf der Bank, dafür durfte Mario Götze als Angriffsspitze ran. Der Weltmeister von 2014 strahlte jedoch kaum Gefahr aus und musste nach gut einer Stunde dem Spanier Platz machen. Zu diesem Zeitpunkt hatte der gut in die Partie gestartete BVB die Spielkontrolle verloren.

Dabei gab es frühe Chancen für den Tabellenführer. Schon in der 4. Minute musste sich FSV-Torwart Robin Zentner, der nach einem Magen-Darm-Infekt rechtzeitig fit wurde, bei einem Kopfball von Dan-Axel Zagadou auszeichnen. Nach zehn Minuten hätte BVB-Kapitän Marco Reus die Gäste in Führung bringen können, sein Kopfball verfehlte jedoch knapp das Ziel.

Mainz stand zwar tief, setzte aber immer wieder gefährliche Nadelstiche. Jean-Philippe Mateta (20.) scheiterte mit einem Lupfer am herauseilenden BVB-Keeper Roman Bürki, der auch sieben Minuten später bei einem Schuss von Aarón sein ganzes Können aufbieten musste. Zuvor hatte auf der anderen Seite Zentner einen Distanzschuss von Axel Witsel aus dem Eck gefischt.

Mit zunehmender Spielzeit wurden die Mainzer immer mutiger und hielten den BVB erfolgreich vom eigenen Tor fern. Nach Wiederbeginn hatte Mateta erneut die Führung auf dem Fuß, doch der Schuss des Franzosen wurde noch abgefälscht. Wenig später traf Danny Latza nur das Außennetz. Und auch Alexander Hack konnte Bürki per Kopf nicht überwinden. «Wir sind frustriert, dass wir uns für die gute Leistung nicht belohnt haben», sagte FSV-Trainer Sandro Schwarz.

Dortmund agierte in der zweiten Hälfte längst nicht mehr so souverän wie zu Beginn der temporeichen Partie, schlug aber eiskalt zu. Reus zündete auf der rechten Seite den Turbo, und Alcácer musste in der Mitte nur noch den Fuß hinhalten. Die Freude über den Treffer währte allerdings nur vier Minuten, dann tauchte Quaison frei vor Bürki auf und behielt im Duell mit dem Schweizer die Nerven. Am Ende sorgte Piszczek jedoch für Jubel bei Schwarz-Gelb.

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