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Fußball

21. Oktober 2017 | 07:10 Uhr

Die schönste Nebensache der Welt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Beim Fußball zählt schon lange nicht mehr nur die Leistung, sondern auch das Aussehen der Kicker in den kurzen Hosen

von
erstellt am 30.Jun.2014 | 17:20 Uhr

Woran ist zu merken, dass wieder eine Fußball-Weltmeisterschaft gestartet ist? Wenn sich sogar Frauen in Massen – freiwillig – vor den Fernseher setzen und 90 Minuten lang verfolgen, wie 22 Männer einen Ball jagen. Diskutiert werden dabei nicht die Taktik des Spiels oder die Entscheidungen des Schiedsrichters, vielmehr stehen die Frisur, der Sixpack und das Auftreten der einzelnen Fußballspieler auf dem Prüfstand.

Zu welcher Zeit können wir Frauen sonst Süd-, Mittel- und Nordeuropäer oder auch die Südamerikaner bewundern, ohne uns rechtfertigen zu müssen!? „Wir müssen Hummels gucken“, heißt es dann in den weiblichen Kreisen und nicht „Jetzt spielt Deutschland gegen die USA.“ Wir Frauen schauen beim Anblick eines Mannes nicht in die Augen, auf die Hände oder die Haarpracht. Nein, der Po ist es, der unsere Aufmerksamkeit erregt.


Vom Fußball-Profi zum Werbestar


Der urige Männersport ist durch seine Stars glamourös geworden. Dabei geht es beim modernen Fußball schon lange nicht mehr nur um die Leistung der Spieler. Immer mehr Fußballer sind nicht nur auf dem Rasen zu Hause, sondern auch vor der Kameralinse und posieren für Dolce & Gabbana und andere große Marken der Mode-, Auto- oder Parfümerie-Branche. Aber auch für Sportler untypische Lebensmittel werden immer öfter mit den bekannten Gesichtern aus der Fußballwelt beworben, wie Bier und Fast Food.


Frauenanteil in Stadien schon bei 23 Prozent


Erhebungen zum Frauenanteil im Stadion liegen erst seit einigen Jahren vor, dennoch hat die Deutsche Fußball Liga GmbH (DFL) versucht, eine Entwicklung darzustellen. In ihrem Bundesliga-Report von 2009 – ohne Zahlenhintergrund, schon gar nicht mit vergleichenden Daten: „Der Anteil der weiblichen Zuschauer in den Bundesliga-Stadien hat deutlich zugenommen. Mittlerweile ist knapp ein Viertel der Stadionbesucher weiblich.“ Die Sport+Markt AG verzeichnete in einer Präsentation von 2008 – ohne Angabe von nachvollziehbaren Quellen – zwischen der Saison 1994/95 und 2007/08 einen Anstieg von zehn Prozent auf 23 Prozent.

Überraschend ist diese Entwicklung, wurde doch im Jahr 2004 beschlossen, dass der nackte Oberkörper der Spieler beim Jubeln generell nicht mehr geduldet werde. Die Regelhüter vom Fifa International Board (IFAB) teilten mit, das Trikotausziehen sei nun als „unsportliches Betragen“ mit einer Gelben Karte zu ahnden. Interessieren sich die Frauen etwa doch für das Fußballspiel?

Fakt ist: Bei der Europa-
meisterschaft 2008 saßen in Deutschland mehr Frauen als Männer vor den Bildschirmen. Laut einer Erhebung von „Sport+ Markt“ sehen 60 Prozent der Frauen Fußball als beliebteste TV-Sportart – 1991 waren es nur 22 Prozent, die ein Faible für Abseits, Abwehrketten und Elfmeter oder eben Männerbeine und -pos hatten.


Ein Titel bei WM 2014 für Spaniens Kicker


Etliche Internet-Magazine – vor allem für Frauen – wie brigitte.de, joy.de, aber auch stern.de und sport.excite.de sind der Frage nachgegangen, welcher Fußballer beim weiblichen Geschlecht hoch im Kurs steht. Angeführt werden viele Listen mittlerweile vom Deutschen Mats Hummels. Unter den Schönen sind ebenfalls der Portugiese Cristiano Ronaldo, der Italiener Claudio Marchisio, der Franzose Olivier Giroud und der Engländer Jack Wilshere.

Auch wenn die Weltmeisterschaft nicht nach den Vorstellungen der spanischen Nationalmannschaft verlief, so sind vier Männer unter den begehrtesten Kicker: Fernando Torres, Gerard Pique, Sergio Ramos und Iker Casillas – zumindest bei etlichen Umfragen im Internet liegt die „Furia Roja“ vorn. Aber ob das die Spanier nach dem frühen Ausscheiden tröstet?

Insgesamt ist die Auswahl an Model-Typen unter den Fußballern groß, da lohnt es sich, bis zum Finale am 13. Juli einzuschalten und dann auch den Schönsten zu krönen.

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