Coronavirus-Pandemie : Sportchef Rosen: Hoffenheim mit «wirtschaftlich langem Atem»

Alexander Rosen ist der Sportchef der TSG 1899 Hoffenheim. /dpa
Alexander Rosen ist der Sportchef der TSG 1899 Hoffenheim. /dpa

Die TSG 1899 Hoffenheim sieht sich für einen möglichen Saisonabbruch in der Fußball-Bundesliga wirtschaftlich bestens vorbereitet.

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24. März 2020, 13:09 Uhr

«Wir sind für dieses Szenario, das in keinster Weise wünschenswert wäre, ohne Fremdkapital oder Zuschüsse so aufgestellt, dass wir auch das überstehen könnten», sagte Sportchef Alexander Rosen in einer Telefonschalte mit Journalisten. Dies gelte natürlich «nicht unendlich», falls die Zwangspause wegen der Corona-Epidemie über die Sommerpause hinaus anhalte.

Die Kraichgauer haben in den vergangenen Jahren sehr hohe Transfereinnahmen erzielt, die den einstigen Dorfclub auch von Mäzen und Milliardär Dietmar Hopp finanziell unabhängig gemacht haben. Die Hoffenheimer müssen auch nicht befürchten, in einer neuen Spielzeit keine starke Mannschaft zu haben: Lediglich drei Verträge laufen aus, die der Ersatztorhüter Michael Esser und Alexander Stolz sowie von Sebastian Rudy: Der Nationalspieler ist bis zum 30. Juni von Schalke 04 ausgeliehen und möchte gerne bei der TSG bleiben.

«Wenn wir die Transferausgaben extrem reduzieren müssten, hätten wir eine wirklich schlagkräftige Truppe», sagte Rosen und verwies zudem auf rückkehrende Leihspieler und Talente aus der eigenen Akademie. Der 40 Jahre alte Direktor für Profifußball betonte: «Wir haben wirtschaftlich keinen unendlichen, aber langen Atem.» Andere Proficlubs fürchten derzeit um ihre Existenz.

Es gebe aktuell auch keine Kurzarbeit in der Geschäftsstelle in Zuzenhausen, so Rosen. Auch das Thema Gehaltsverzicht müsse man «nicht unter Druck aufmachen». Die Hoffenheimer haben bereits vergangene Woche einen Hilfsfonds aufgelegt, den nach Clubangaben auch Hopp und Spieler unterstützen.

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