Unstimmigkeiten : Regel-Wirrwarr und Hertha-Frust bei Elfer

Die Berliner Davie Selke und Niklas Stark (r) verlassen nach dem 1:1 gegen Hoffenheim den Platz.
Die Berliner Davie Selke und Niklas Stark (r) verlassen nach dem 1:1 gegen Hoffenheim den Platz.

Berlin (dpa) – In der umstrittenen Schlüsselszene beim 1:1 gegen 1899 Hoffenheim hätte Niklas Stark vermutlich wirklich übersinnliche Fähigkeiten gebraucht.

svz.de von
04. Februar 2018, 13:52 Uhr

«Niklas muss wie eine Spinne auch Augen hinten haben», sagte Hertha-Coach Pal Dardai am Sonntag halb im Scherz über die Szene vor dem heiß diskutierten Foulelfmeter für die Gäste.

Vor dem Treffer von Andrej Kramaric (38. Minute) brachte Berlins U21-Europameister Stark den Ex-Herthaner Nico Schulz zu Fall, dieser kam jedoch aus einer möglichen Abseitsposition. Verwirrung auf allen Seiten - deshalb sah sich der Deutsche Fußball-Bund schon kurz nach Schlusspfiff zu einer Stellungnahme veranlasst. Da Stark den Ball zuvor gestoppt habe, sei «die Regelauslegung durch das Schiedsrichterteam absolut korrekt und es bestand kein Anlass für einen Eingriff des Video-Assistenten», teilte der DFB mit.

Doch auch das klärende Gespräch mit Schiedsrichter Deniz Aytekin konnte den Sünder nicht überzeugen. «Mir wurde erklärt, dass es eine neue Spielsituation gewesen sei», berichtete Stark über den Dialog mit Aytekin. «Das finde ich ein bisschen Quatsch.»

Von den Gästen erhielten die Berliner Mitgefühl in ihrem Ärger. «Ich würde mich an Pals Stelle auch aufregen», sagte Hoffenheims Coach Julian Nagelsmann mit Blick auf Dardai und gestand: «Ich war beim Fußballlehrer in Regelkunde nicht der Beste.»

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