Bundesliga : Batshuayi rettet BVB-Sieg: 3:2 gegen Frankfurt

Doppeltorschütze Michy Batshuayi (l) jubelt mit Andre Schürrle über seinen Treffer zum 2:1 gegen Eintracht Frankfurt.
Doppeltorschütze Michy Batshuayi (l) jubelt mit Andre Schürrle über seinen Treffer zum 2:1 gegen Eintracht Frankfurt.

Nach einer dramatischen Schlussphase macht Borussia Dortmund einen großen Schritt in Richtung Champions League. Eintracht Frankfurt spielt großartig mit, hat aber in der Nachspielzeit ein wenig Pech.

svz.de von
11. März 2018, 20:27 Uhr

Blamage in der Europa League, Erfolgserlebnis in der Bundesliga - Borussia Dortmund hat eine positive Reaktion auf das Krisengerede gezeigt.

Nur drei Tage nach dem dürftigen Auftritt gegen Salzburg (1:2) gelang dem Team von Trainer Peter Stöger mit dem am Ende dramatischen 3:2 (1:0) gegen Tabellennachbarn Eintracht Frankfurt ein wichtiger Schritt in Richtung Champions League.

Vor 81 360 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park sorgten Marco Russ (12./Eigentor) und Matchwinner Michy Batshuayi (77./90.+4) für den hart erkämpften Erfolg des Tabellendritten. Dagegen musste die Eintracht trotz des zweimaligen zwischenzeitlichen Ausgleichs durch Luka Jovic (75.) und Danny Blum (90.+1) erstmals in dieser Saison drei Auswärtsschlappen in Serie hinnehmen.

«Natürlich bin ich jetzt sehr erleichtert, weil ich zuletzt nicht mehr getroffen hatte. Das war ein sehr wichtiger Sieg», sagte Joker Batshuayi, der erst in der 62. Minute eingewechselt worden war. «Wenn man in der 94. Minute den Siegtreffer schießt, ist natürlich auch der Faktor Glück auf deiner Seite», sagte Stöger im TV-Sender Sky und räumte ein, dass die jüngsten Diskussionen «nicht spurlos an der Mannschaft» vorbeigegangen seien. Als Reaktion auf das dürftige Spiel gegen Salzburg ließ Stöger kräftig rotieren und beorderte gleich vier neue Profis in die Startelf. Selbst vermeintliche WM-Kandidaten wie Mario Götze und Julian Weigl mussten zunächst mit einem Platz auf der Bank vorliebnehmen. Diese Umstellung machte sich früh bezahlt.

Der spürbar größere Offensivdrang der Borussia wurde bereits in der 12. Minute belohnt. Nach scharfer Flanke von Christian Pulisic auf den zweiten Pfosten beförderte Russ den Ball vor dem einschussbereiten BVB-Spielmacher Marco Reus ins eigene Netz. Es war laut «Kicker» das bereits fünfte Eigentor des Frankfurter Abwehrspielers in seinem 293 Bundesligaeinsatz.

Diese Führung verlieh der zuletzt verunsicherten Borussia mehr Selbstbewusstsein. Auch in den folgenden Minuten bestimmte sie über weite Strecken die Partie, tat sich aber beim Herausspielen weiterer klarer Möglichkeiten jedoch schwer. Nur bei einem Schuss von Marco Reus (23.), der seinen Vertrag beim BVB zwei Tage zuvor bis 2023 verlängert hatte, war Torgefahr erkennbar.

Nur wenig hatte dagegen die Eintracht lange Zeit in der Offensive zu bieten. Zwar kam sie zunehmend besser ins Spiel, fand aber bis zur Pause keine probaten Mittel, um die zunächst sattelfeste BVB-Abwehr ins Wanken zu bringen. Das dokumentierten 8:1-Torschüsse zugunsten des BVB in den ersten 45 Minuten.

Nach Wiederanpfiff wendete sich das Blatt. Die Gäste erhöhten den Druck und kamen durch Kevin-Prince Boateng (48.) zu ihrer ersten Chance. Doch den Hackentrick des einstigen Dortmunders parierte BVB-Keeper Roman Bürki in höchster Not. «Wir haben ein Superspiel geboten - Riesen-Kompliment an die Mannschaft», sagte Boateng, der mit seiner Chance eine Frankfurter Drangphase einleitete, der die Dortmunder zunächst nur wenig entgegenzusetzen hatten. Weil kaum noch Entlastungsangriffe gelangen, geriet die BVB-Abwehr zunehmend in Bedrängnis. Folgerichtig gelang dem eingewechselten Jovic per Kopf der verdiente Ausgleich.

Doch die Borussia schlug nur zwei Minuten später zurück. Den ersten gelungenen Angriff in der 2. Halbzeit schloss Joker Batshuayi mit einem Flachschuss aus 14 Metern erfolgreich ab. Nach dem 2:2 in der Nachspielzeit durch Danny Blum bescherte der Belgier Batshuayi seinem Team mit einem Drehschuss schließlich doch noch das Happy End. «Wir hatten heute mehr als einen Punkt verdient», meinte der Frankfurter Marco Russ traurig. «Am Ende hat uns ein bisschen die Cleverness gefehlt. Zumindest in der zweiten Hälfte waren wir besser als Dortmund», meinte der Eigentorschütze.

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