Dauer-Krise : Ronaldo frustriert: «Madrid kommt nicht auf die Füße»

Erlebt mit Real Madrid derzeit eine sportliche Krise: Weltfußballer Cristiano Ronaldo.
Erlebt mit Real Madrid derzeit eine sportliche Krise: Weltfußballer Cristiano Ronaldo.

Immer wenn es scheint, Real Madrid finde zu alter Form zurück, kommt der nächste Dämpfer. In «La Liga» holte das Team von Toni Kroos am Samstag wieder nur einen Punkt - und der Abstand auf den FC Barcelona wird immer größer. Der Druck auf Trainer Zidane wächst.

svz.de von
04. Februar 2018, 18:42 Uhr

Als Cristiano Ronaldo nach 82 Minuten ausgewechselt wurde, würdigte er Trainer Zinedine Zidane keines Blickes. Der Alptraum des Weltstars und seiner Teamgefährten nimmt kein Ende.

«Von der besten Mannschaft der Welt zur schlechtesten in der gesamten Geschichte Real Madrids innerhalb von nur sechs Monaten», brachte die Sportzeitung «Marca» die Dauer-Krise des spanischen Vorzeige-Clubs auf den Punkt.

Nachdem es kurzzeitig in der spanischen Liga so aussah, als sei ein Ende der Durststrecke der Königlichen in Sicht, musste sich das Starensemble von Zinédine Zidane am Samstagabend wieder mit einem Remis begnügen. Trotz zweimaliger Führung hieß es am Ende bei UD Levante nur 2:2 (1:1).

«Wir hatten das Spiel unter Kontrolle und hätten eigentlich den dritten Sieg in Folge holen müssen, aber das ist nicht gelungen», analysierte Zidane die Partie in Valencia. «Wir sind wütend, denn wir hatten schon fast gewonnen.» Tatsächlich fiel der Ausgleichstreffer durch Giampaolo Pazzini erst in der 89. Minute. 

Zidane steht wegen der missglückten Saison zunehmend in der Kritik. «Zehn Tage vor dem nächsten Champions-League-Spiel kommt Zidanes Madrid nicht auf die Füße», nörgelte die Zeitung «Sport» und meinte: «Der französische Coach findet einfach kein Rezept.» Am 14. Februar empfängt der Rekordmeister im Achtelfinale der Königsklasse keinen Geringeren als Paris Saint-Germain. 

Unzufrieden gab sich vor allem Kapitän Sergio Ramos, der das Team nach einer Kroos-Ecke in der elften Minute per Kopf erstmals in Führung gebracht hatte. «Die Champions League und der Rest der Saison müssen dazu dienen, die Mannschaft wieder zusammenzufügen. Es ist nicht normal, mit so großem Abstand zurückzuliegen. Das ist eins unserer schlimmsten Jahre», sagte der 31-Jährige mit Blick auf die Tabelle.

Denn in der Primera División dümpelt Real weiter auf dem vierten Platz - und der Rückstand auf Tabellenführer FC Barcelona beträgt jetzt bereits 19 Zähler. Barça trennte sich am Sonntag im Stadtduell von Espanyol Barcelona 1:1 (0:0).

Ungehalten hatte sich auch Ronaldo gezeigt, nachdem er in der 82. Minute erst zum zweiten Mal in seinem 17. Saisonspiel zugunsten von Asensio den Platz verlassen und das Remis von der Bank aus miterleben musste. «Keinem Fußballer gefällt es, ausgewechselt zu werden, aber Ronaldo am allerwenigsten», schrieb die Zeitung «La Vanguardia».

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