Real Madrid : Ramos wehrt sich gegen Berichte: «Entschieden gegen Doping»

Sergio Ramos ist der Kapitän von Real Madrid. /AP
Sergio Ramos ist der Kapitän von Real Madrid. /AP

Sergio Ramos steht am Pranger. Bei zwei Dopingkontrollen soll es nach Medienberichten zu Ungereimtheiten gekommen sein. Der Profi und auch dessen Club Real Madrid wehren sich. «Niemals», behauptet Ramos.

svz.de von
24. November 2018, 17:24 Uhr

Der spanische Fußballprofi Sergio Ramos hat die von Medien gegen ihn erhobenen Vorwürfe wegen angeblicher Ungereimtheiten bei zwei Dopingkontrollen zurückgewiesen.

«Ich spreche mich entschieden gegen Doping aus», schrieb der Verteidiger von Champions-League-Sieger Real Madrid in einer am Samstag auf seiner Homepage veröffentlichten Stellungnahme. «Ich habe mich niemals und werde mich niemals an jeglicher Form von Doping beteiligen», fügte der 32 Jahre alte Real-Kapitän an. Er dulde Doping nicht und werde das auch in Zukunft nicht tun.

Zuvor hatte auch der Club die Beschuldigungen zurückgewiesen. «Sergio Ramos hat nie die Dopingkontrollregeln verletzt», teilte der spanische Rekordmeister am Freitagabend mit. Die Europäische Fußball-Union UEFA wehrte sich in einer Stellungnahme gegen eine angebliche Verschleierung positiver Dopingergebnisse.

Der «Spiegel» hatte von angeblichen Ungereimtheiten bei Dopingkontrollen berichtet. Ramos soll sich zum einen vor einem Dopingtest im April nach einem Spiel gegen den FC Málaga einem Kontrolleur der spanischen Anti-Doping-Agentur AEPSAD widersetzt haben soll. Zum anderen soll er nach dem Champions-League-Finale 2017 gegen Juventus Turin eine auffällige Dopingprobe abgegeben haben. Das Magazin berichtete auch, dass beide Ungereimtheiten keine Folgen für Ramos gehabt hätten. «Der Spiegel» berief sich auf Unterlagen der Enthüllungsplattform Football Leaks.

Ramos soll im ersten Fall positiv auf ein kortisonhaltiges Präparat getestet worden sein, das nach vorheriger Anmeldung vor einem Wettkampf eingenommen werden darf, im Wettkampf aber nicht erlaubt ist. Ein Eintrag über die vorherige Einnahme soll in dem Protokoll der Dopingkontrolle gefehlt haben. Die Verantwortung dafür habe der Mannschaftsarzt von Real übernommen. Die Europäische Fußball-Union habe den Fall von der Welt-Anti-Dopingagentur WADA prüfen lassen und dann das Verfahren eingestellt, teilte Real Madrid dazu mit.

Die UEFA wies «unbegründete Behauptungen entschieden und kategorisch zurück», positive Dopingergebnisse verschleiert zu haben. Man habe sowohl die WADA als auch den Weltverband FIFA informiert. «Die WADA selbst hat offiziell bestätigt, dass alles von der UEFA angemessen und in Übereinstimmung mit dem Kodex behandelt wurde», hieß es.

Im zweiten Fall soll Ramos nach einem Spiel beim FC Málaga am 15. April 2018 zu einer Dopingprobe gebeten worden sein, vor dem Test aber trotz der Warnung des Kontrolleurs geduscht haben - ein Verstoß gegen das spanische Anti-Doping-Gesetz. Laut «Spiegel» habe die AEPSAD auf Anfrage erklärt, dass «das Verfahren keine Anhaltspunkte dafür geliefert hat, dass eine Anti-Doping-Regel verletzt wurde».

Ramos schrieb dazu, der Kontrolleur habe ihm das Duschen vor dem Dopingtest doch gestattet. Er habe das beantragt, weil man an dem Tag vor der Rückreise nur wenig Zeit gehabt habe. Am Tag nach der Veröffentlichung des «Spiegel»-Berichts erlitt Ramos mit den Königlichen beim SD Eibar eine schmerzhafte 0:3-Niederlage.

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