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Champions League Kompakt Verrücktes Rekordspiel in Manchester – Klopp feiert die kalibrierte Linie

Von Kim Patrick von Harling | 18.04.2019, 09:10 Uhr

Die Fans im Etihad-Stadium von Manchester City erlebten ein Spiel für die Geschichtsbücher gegen Tottenham.

Die Ergebnisse des Abends:

FC Porto - FC Liverpool 1:4 (0:1)Tore: 0:1 Mané (26.), 0:2 Salah (65.), 1:2 Miliato (68.), 1:3 Firmino (77.), 1:4 van Dijk (84.).

Manchester City - Tottenham Hotspur 4:3 (3:2)Tore: 1:0 Sterling (4.), 1:1, 1:2 Son (7., 10.), 2:2 Silva (11.), 3:2 Sterling (21.), 4:2 Agüero (59.), 4:3 Llorente (73.).

Spieler des Abends:

Für seinen Doppelpack benötigte Heung-Min Son von den Tottenham Hotspurs gerade einmal 130 Sekunden. Der Angreifer, der in der Bundesliga für Bayer Leverkusen und den Hamburger SV auflief, war ein fester Bestandteil des Anfangsspektakels im Spiel gegen Manchester City. Vor allem sein zweiter Treffer war sehenswert, als er aus knapp 14 Metern den Ball ins Eck zirkelte. Er legte den Grundstein für das Weiterkommen seiner Spurs ins Halbfinale.

Aufreger des Abends:

Wer hat sich das bitte ausgedacht? Auf den TV-Bildschirmen dieser Welt waren die Trikots von Manchester City und Tottenham Hotspur kaum voneinander zu unterscheiden – beide blau. Während Mancity seine hellblauen Trikots trugen, wich Tottenham auf sein etwas dunkleres Blau aus. Im TV waren diese minimalen Unterschiede kaum erkennbar.

Rekord des Abends:

Unglaublich? Fantastisch? Atemberaubend? Die Premier-League-Teams verzichteten auf das Abtasten und boten ihren Fans ein reines Spektakel. Innerhalb von nur elf (!) Minuten erzielten die Teams vier Tore: Raheem Sterling (4.) und Bernardo Silva (11.) für Manchester City und zweimal Heung-Min Son (7., 10.) markierten die Treffer zum zwischenzeitlichen 2:2. Vier Tore in den ersten elf Minuten hat es noch nie zuvor in der Champions League gegeben – Rekord. In der Folge sahen die Zuschauer weitere drei Tore in Halbzeit zwei. Zwar verlor Tottenham mit 3:4, aufgrund des 1:0 im Hinspiel reichte die knappe Niederlage in einem verrückten Spiel.

VAR-Einsatz des Abends I:

Als Sadio Mané in der 26. Minute zum vermeintlichen 1:0 für Liverpool traf, war der Jubel kurz. Der Linienrichter hielt die Fahne hoch, die Porto-Akteure wollten schnell weitermachen, klare Angelegenheit: Abseits. Doch dann schaltete sich der Videoassistent ein, zückte die kalibrierte Linie und tatsächlich: Ein Porto-Spieler hob das Abseits hauchdünn auf – mit seinem Hintern. Zu diesem Zeitpunkt war Porto die um Welten bessere Mannschaft, am Ende war wohl dieses 1:0 entscheidend für das Weiterkommen der Engländer.

VAR-Einsatz des Abends II:

Der Jubel, als Raheem Sterling sein drittes Tor zum 5:3 für Manchester City in der zweiten Minute der Nachspielzeit markierte, war schier endlos bei den Fans im Etihad-Stadium. Doch der Jubel kam zu früh: Auf einmal schaltete sich der Videoassistent ein – Abseits! Auf den ersten Blick war das so nicht ersichtlich, die Verwunderung riesig. Und die Tottenham-Fans, die nur Sekunden zuvor am Boden zerstört waren, durften erneut jubeln.

Tweets des Abends...

...zum verrückten Auftakt des Premier-League-Duells:

...zu den Trikots von Manchester City und Tottenham Hotspur:

...zum Videoassistenten beim 1:0 durch Liverpools Sadio Mané:

So geht es weiter:

Halbfinale, Hinspiel (30. April und 1. Mai)

Tottenham Hotspur - Ajax Amsterdam

FC Barcelona - FC Liverpool

Halbfinale, Rückspiel (7. und 8. Mai)

Ajax Amsterdam - Tottenham Hotspur

FC Liverpool - FC Barcelona