Nach Schlägerei : Zwei russischen Fußball-Nationalspielern droht Gefängnis

Alexander Kokorin (l.) im russischen Nationaltrikot bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014.
Alexander Kokorin (l.) im russischen Nationaltrikot bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014.

Alexander Kokorin und Pawel Mamajew waren in Moskau in eine Schlägerei verwickelt. Sie stellten sich der Polizei.

svz.de von
10. Oktober 2018, 22:51 Uhr

Moskau | Die russischen Fußball-Nationalspieler Alexander Kokorin und Pawel Mamajew sind festgenommen worden. Das bestätigte die Moskauer Polizei am Mittwoch. Die beiden Sportler sollen in der russischen Hauptstadt in zwei Schlägereien verwickelt gewesen sein. Beide stellten sich nach Berichten russischer Medien den Ermittlern freiwillig.

Wirbel gab es zunächst um Kokorin, der eine Frist verstreichen ließ und damit riskierte, auf die Fahndungsliste der Polizei gesetzt zu werden. Sein Anwalt hatte zuvor um eine Vernehmung am Donnerstag gebeten.

Mehrere Menschen angegriffen

Die beiden Fußballer sollen am Montag in einem Café und einem Restaurant mehrere Menschen angegriffen und verletzt haben. Ein Beamter des Industrie- und Handelsministeriums wurde mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Der Mann habe schlichten wollen und soll dabei attackiert worden sein, heiß es. Die beiden Spieler sollen zudem den Fahrer einer Fernsehmoderatorin geschlagen haben.

Unklar war, ob beide Spieler in Untersuchungshaft kommen. Darüber könnte möglicherweise am Donnerstag entschieden werden. Russlands Sportminister Pawel Kolobkow hatte am Dienstag mit der ganzen Strenge des Gesetzes gedroht. Die Fußballer müssten mit dem Ausschluss aus der Nationalmannschaft rechnen.

Für die WM 2018 in Russland waren die beiden Spieler nicht berücksichtigt worden. Sie waren bereits 2016 in die Schlagzeilen geraten, weil sie nach dem frühen EM-Aus der Sbornaja bei einer Party in Monaco für etwa 250.000 Euro Champagner bestellt hatten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen