Deutliche Worte als Reaktion : Wirbel um Barça-Star: Homophobe Äußerungen und Ultra-Besuch?

In Barcelona hat der Ex-Schalker derzeit keinen leichten Stand.
In Barcelona hat der Ex-Schalker derzeit keinen leichten Stand.

Der Vize-Weltmeister reagierte auf spanische Medienberichte mit einer Klarstellung.

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13. Mai 2019, 15:23 Uhr

Barcelona | Spanischen Medienberichten zufolge haben Mitglieder einer Ultra-Gruppierung des FC Barcelona am Freitagabend Profi Ivan Rakitic einen Besuch abgestattet und ihn vor seinem Haus zur Rede gestellt.

Fröhliche Bilder aus Sevilla nach CL-Aus

Hintergrund der Aktion seien Fotos gewesen, die den 31-Jährigen bei einem Volksfest in Sevilla zeigten. Aufgenommen worden waren die Bilder nur einen Tag nach dem Champions-League-Aus der Katalanen beim FC Liverpool. Unter anderem ist er auf einem Motiv mit dem Sohn des Clubpräsidenten des FC Sevilla, Jose Maria Del Nido, zu sehen. Anhänger des FC Barcelona zeigten wenig Verständnis für die Bilder, schrieben in den sozialen Medien unter anderem "Verschwinde aus meinem Club".

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Rakitic bestätigte die Berichte, dass er am Freitagabend mit Mitgliedern der Vereinigung "Los Cachorros" einige Zeit lang gesprochen habe. Am Sonntag sagte der Kroate nach Barcas 2:0-Sieg gegen Getafe zu den Vorkommnissen:

Ich war in Sevilla, um bei meiner Familie zu sein. Ich bin Vater und Ehemann, die Familie ist das Wichtigste für mich. Ivan Rakitic

Er akzeptiere die verschiedenen Meinungen, aber er sei verantwortungsvoll und wolle nur das Beste für seine Teamkollegen und sich selbst. Die Ultra-Fans die die vor seinem Haus standen, kannte er zudem bereits. "Sie haben mit mir gesprochen, es war positiv und sie haben mir ihre Unterstützung zugesagt."

Homophobe Zitate aus früherem Interview im Umlauf

Doch das war nicht der einzige Grund, weshalb der Ex-Schalker am Wochenende zum Gesprächsthema avancierte. Auf Twitter kursierten kurzzeitig Auszüge aus einem alten Interview, das der 31-Jährige vor sieben Jahren dem spanischen "Offside Magazine" gegeben hatte.

Darin sagte er unter anderem: "Ich respektiere Homosexuelle, aber ich möchte nicht, dass diese Leute in der Umkleidekabine sind." Rakitic würde nicht aus einem Team austreten, weil er Homosexuelle ebenso wie Zwerge, dicke und schwarze Menschen respektiere. Wenn möglich hätte er aber lieber keine homosexuellen Menschen in seinem Leben.

Die Emotionen kochten in den sozialen Netzwerken angesichts dieser Aussagen sehr schnell hoch, beispielsweise wurde von Fans und Twitter-Nutzern eine Reaktion der FIFA auf das Statement gefordert. Ein anderer User schrieb: "Wieder eine Erinnerung, dass jemand, nur weil er mit dem Ball umgehen kann, nicht gleich ein guter Mensch ist." Rakitic selbst äußerte sich zu dem alten Interview und seinen Aussagen nicht.

Schwerer Stand beim FC Barcelona

Der Mittelfeldspieler hat bei Barcelona derzeit auch sportlich einen schweren Stand. Laut spanischen Medien steht der 31-Jährige auf der internen Streichliste des Vereins. Die Katalanen planen demnach einen Kaderumbruch, Rakitic spiele in den Zukunftsplänen keine große Rolle mehr.

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