Vorwurf des Datendiebstahls : Football-Leaks-Enthüller Pinto wird nach Portugal ausgeliefert

Rui Pinto am Prozesstag.
Rui Pinto am Prozesstag.

Die Plattform Football Leaks hatte mit ihren Enthüllungen seit 2015 für Aufsehen im Weltfußball gesorgt.

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05. März 2019, 14:39 Uhr

Budapest | Der portugiesische Hacker Rui Pinto, der hinter den Enthüllungen der Football Leaks steht, wird von Ungarn an sein Heimatland Portugal ausgeliefert. Ein Gericht im ungarischen Budapest entschied am Dienstag, der Auslieferungsantrag Portugals könne nicht zurückgewiesen werden. Pinto kann die Entscheidung noch anfechten.

In Portugal werden dem 30-jährigen Pinto versuchte Erpressung und Datendiebstahl vorgeworfen. Seine Anwälte forderten die Behörden in Ungarn auf, ihn als "sehr wichtigen europäischen Informanten" zu schützen.

"Spiegel"-Reporter Rafael Buschmann twitterte unmittelbar nach dem Urteil:

Die Enthüllungsplattform Football Leaks erschüttert seit 2015 den Weltfußball. Durch die Dokumente, die der "Spiegel" erhalten und zusammen mit anderen europäischen Medien ausgewertet hatte, wurden unter anderem Steuervergehen des portugiesischen Stürmerstars Cristiano Ronaldo bekannt. Pinto erklärte kürzlich, sich nicht als Hacker zu verstehen, sondern als ein "Whistleblower".

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