Auftakt des 5. Spieltags : Werder gewinnt Spitzenspiel gegen Hertha

Hertha-Torwart Rune Jarstein wehrt den Ball gegen Theodor Gebre Selassie ab. Foto: imago/DeFodi
Hertha-Torwart Rune Jarstein wehrt den Ball gegen Theodor Gebre Selassie ab. Foto: imago/DeFodi

Werder Bremen besiegt Hertha und bleibt auch nach dem 5. Spieltag unbesiegt. Ein Elfmeter bringt die finale Entscheidung.

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25. September 2018, 20:20 Uhr

Bremen | Werder Bremen - Hertha BSC 3:1 (2:0), Tore: 1:0 Harnik (11.), 2:0 Veljkovic (45.), 2:1 Dilrosun (53.), 3:1 Kruse (66./FE)

Mit dem ersten Heimsieg der Saison hat sich Werder Bremen in der Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga festgesetzt. Die Norddeutschen gewannen am Dienstagabend gegen Hertha BSC mit 3:1 (2:0) und stoppten damit die Erfolgsserie der Gäste. Während es für die Berliner am fünften Spieltag die erste Niederlage war, bleibt das Team von Trainer Florian Kohfeldt ungeschlagen und ist nun mit elf Punkten zumindest vorerst Bayern-Jäger Nummer eins.

Milos Veljkovic bejubelt seinen Kopfballtreffer zum 2:0. Foto: imago/DeFodi
imago/DeFodi
Milos Veljkovic bejubelt seinen Kopfballtreffer zum 2:0. Foto: imago/DeFodi

Vor 39 100 Zuschauern im Weserstadion brachten Martin Harnik (11. Minute) und Milos Veljkovic (45.) Werder vor der Pause verdient in Führung. Javairo Dilrosun (53.) gelang nach dem Seitenwechsel der Anschlusstreffer für die Berliner, die nicht an ihre starke Leistung beim 4:2 gegen Borussia Mönchengladbach anknüpfen konnten. Max Kruse sorgte per Foulelfmeter für das 3:1 (66.).

Die letzte Pleite für die Grün-Weißen gegen Hertha liegt nun schon fünf Jahre zurück: am 16. Spieltag 2013/14 verloren die Bremer mit 2:3 in der Hauptstadt. Gegen keine andere aktuelle Bundesliga- Mannschaft ist Werder so lange unbesiegt.

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Zum ersten Mal stand Nuri Sahin in der Startformation der Bremer. Der aus Dortmund gekommene türkische Nationalspieler ersetzte im defensiven Mittelfeld Philipp Bargfrede. Auch bei den Gästen gab es ein Novum: Erstmals überhaupt durfte Palko Dardai in der Bundesliga von Beginn an mitspielen - bis zur 64. Minute: Dann kam der Ex-Bremer Davie Selke für den Sohn von Hertha-Trainer Pal Dardai.

Werder startete schwungvoll. Harnik und Maximilian Eggestein prüften Herthas Keeper Rune Jarstein (5.), die erste wirklich gefährliche Aktion führte dann gleich zum Führungstor. Nach einem langen Freistoß von Sahin herrschte Konfusion im Hertha-Strafraum: Zunächst sprang der Ball an die Latte, dann schlug Fabian Lustenberger seinem Torhüter Jarstein die Kugel aus den Händen, und im Durcheinander stocherte Harnik die Kugel mit der Hacke ins Netz.

Elf Jahre liegen nun zwischen Harniks einzigen beiden Bundesliga-Toren für Bremen. Beim vermeintlichen 2:0 stand der Österreicher aber im Abseits (17.). Sekunden vor dem Pausenpfiff war Veljkovic nach einer Ecke von Sahin mit dem Kopf zur Stelle.

Werder blieb nach der verdienten Führung am Drücker. Neuzugang Davy Klaassen vergab gleich zweimal aus guter Position (23./25.). Die Gäste wirkten verunsichert, nur Vedad Ibisevic ließ mehrfach seine Klasse aufblitzen: In der 49. Minute traf der Hertha-Kapitän das Außennetz. Beim 2:1 durch Dilrosun, der Jiri Pavlenka mit einem Schuss ins kurze Eck überlistete, sah Werders Keeper nicht gut aus.

Jarstein musste wegen einer Oberschenkelprellung in der Kabine bleiben. Nach der Pause stand Thomas Kraft zwischen den Pfosten, gegen Kruses Strafstoß war er machtlos.

Martin Harnik und Torschütze Max Kruse (m.) wagten nach dem 3:1 ein Tänzchen. Yuya Osako schaut vergnügt zu. Foto: imago/Jan Huebner
imago/Jan Huebner
Martin Harnik und Torschütze Max Kruse (m.) wagten nach dem 3:1 ein Tänzchen. Yuya Osako schaut vergnügt zu. Foto: imago/Jan Huebner

Erst nach 18:30 Minuten begannen die Werder-Anhänger mit der Unterstützung ihrer Mannschaft, die Berliner Fans zwei Minuten später - dieser Stimmungsboykott war als Protestaktion angekündigt worden. In den Fankurven sah man Transparente gegen die Anstoßzeiten oder die Übertragung der Spiele im Pay-TV. "Stell dir vor, es ist Fußball und keiner kann hin", "Spieltagszerstückelung stoppen" oder "Football is for you and me - Not for fucking Pay-TV" hieß es dort.

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