Kohfeldt auf die Tribüne : Spektakel im Weserstadion: Werder remis gegen Frankfurt

Werder Bremen und Eintracht Frankfurt lieferten sich ein Spektakel.
Werder Bremen und Eintracht Frankfurt lieferten sich ein Spektakel.

Werder Bremen kommt trotz zweimaliger Führung nicht über ein Remis gegen Eintracht Frankfurt hinaus.

svz.de von
26. Januar 2019, 21:11 Uhr

Bremen | Pokalsieger Eintracht Frankfurt hat mindestens für eine Nacht einen Champions-League-Platz erobert. Die Hessen kamen in einem guten und intensiven Bundesliga-Spiel am Samstag bei Werder Bremen nach zweimaligem Rückstand noch zu einem 2:2 (1:1) und verdrängten mit 31 Punkten zumindest bis Sonntag RB Leipzig von Platz vier.

Werder Bremen (26) bleibt nach dem fünften Unentschieden auf Rang elf. Für die Hessen waren vor 42 100 Zuschauern Ante Rebic (35. Minute) und Sebastien Haller (68./Handelfmeter) erfolgreich. Maximilian Eggestein (27.) und Martin Harnik (52.) hatten Werder zweimal in Führung gebracht.

Werder-Coach Florian Kohfeldt wurde in der Nachspielzeit wegen Reklamierens auf die Tribüne geschickt. "Ich bin einfach nur weggelaufen. Ich habe kein Wort gesagt", verteidigte sich der Coach. "Ich will es aber nicht am Schiedsrichter festmachen. Wir hätten das Spiel gewinnen müssen", sagte Kohfeldt.

"Heute können wir mit dem Punkt zufrieden sein. Man muss so ehrlich sein, dass wir nicht mehr verdient gehabt hätten", sagte der blendend aufgelegte Eintracht Torwart Kevin Trapp nach seinem 100. Bundesliga-Spiel für die SGE bei Sky. "Wir müssen den Glauben haben, dass wir solche Spiele gewinnen können", forderte er.

"Ein 0:0 wäre außergewöhnlich", sagte Eintracht-Trainer Adi Hütter schon vor der Partie. Warum der Österreicher sich so äußerte, wurde in der Anfangsphase deutlich. Zweimal klärte Eintracht-Keeper Kevin Trapp in höchster Not (7./12.), auf der Gegenseite hielt Werder-Torhüter Jiri Pavlenka einen artistischen Seitfallzieher von Luka Jovic (9.). Bei einem Kopfball von Haller hatte der Tscheche dagegen Glück, als der Versuch des Franzosen knapp vorbeiging (18.).

Die Bremer überbrückten immer wieder mit schnellen Spielzügen das Mittelfeld. Vor allem Kapitän Max Kruse und Maximilian Eggestein waren als Ballverteiler auffällig. Warum U21-Nationalspieler Eggestein (Vertrag bis 2020) einer der begehrtesten Jungprofis der Liga ist, zeigte sich nach 27 Minuten. Mühelos setzte sich der 22-Jährige an der Strafraumgrenze gegen die Eintracht-Defensive durch und schoss unhaltbar für Trapp zur Werder-Führung ein.

Die Gäste wirkten nach dem Eggestein-Tor angeschlagen. Doch auch in schwierigen Situationen ist auf das Offensiv-Trio Verlass. Nach einem Zuspiel von Filip Kostic legte sich Rebic den Ball zurecht und schlenzte ihn zum 1:1 ins Bremer Netz.

Werder blieb auch nach dem Seitenwechsel das aggressivere Team. Nach einem feinen Pass von Kruse in den Lauf von Harnik umkurvte der Österreicher Trapp und schob den Ball ins Tor. Wieder konnte Kruse fünf Minuten später erhöhen, sein Lupfer lenkte Trapp mit einer Glanzparade am Tor vorbei.


Die Eintracht wankte kuz, zeigte aber erneut eine Reaktion. Erst konnte Pavlenka einen Kostic-Kopfball parieren, dann hatte Werders Außenverteidiger Ludwig Augustinsson einen Blackout, als er liegend im Strafraum die Hand auf dem Ball hielt.

Schiedsrichter Markus Schmidt (Stuttgart) zeigte nach einem Hinweis seines Assistenten auf den Elfmeterpunkt. Haller verwandelte souverän (68.) zum Ausgleich. In der Nachspielzeit verzichtete Schmidt nach Video-Überprüfung nach einem Handspiel von Niklas Moisander auf einen weiteren Handelfmeter für Frankfurt.


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