Krise beim Rekordmeister : Kovac vor dem Aus? Diese Trainer wären für den FC Bayern interessant

Wie lange ist Niko Kovac (l.) noch Trainer beim FC Bayern? Ein möglicher Nachfolger: Zinedine Zidane.
Wie lange ist Niko Kovac (l.) noch Trainer beim FC Bayern? Ein möglicher Nachfolger: Zinedine Zidane.

Nach dem 3:3 gegen Düsseldorf steht Bayern-Trainer Niko Kovac unter Druck. Mögliche Nachfolger stehen schon parat.

svz.de von
26. November 2018, 12:20 Uhr

München | Wie lange sitzt Niko Kovac noch auf der Trainerbank in München? Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat dem 47 Jahre alten Kroaten vorerst eine Jobgarantie bis zur Champions-League-Partie gegen Benfica Lissabon in dieser Woche ausgesprochen. "Wir spielen am Dienstag gegen Benfica, und da wird unser Trainer sicherlich Niko Kovac sein", hatte Hoeneß gesagt und betont: "Dann müssen wir mal eine Analyse machen, wo wir stehen." Zudem sollen sich am Samstag nach dem 3:3 gegen Fortuna Düsseldorf "viele Spieler in der Kabine gegen Kovac" ausgesprochen haben, als dieser nicht im Raum war.

Weiterlesen: Hoeneß schimpft: "Was heute passiert ist, ist nicht akzeptabel"

Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Montag) soll sich die Vereinsführung "zuletzt schon vorsichtig im Umfeld der Mannschaft umgehört haben". In der Bundesliga haben die Münchner bereits neun Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Borussia Dortmund.

Bundesliga-Tabelle nach dem 12. Spieltag:

Die Jobgarantie für Kovac beschränkt sich also zunächst nur für eine Partie. Am kommenden Samstag gastieren die Bayern in der Bundesliga bei Werder Bremen. Die Spekulationen um einen Kovac-Nachfolger sind längst entbrannt. Die "Bild"-Zeitung brachte am Montag Arsène Wenger ins Gespräch. Hier eine Übersicht der Kandidaten, die auf dem Markt sind und eine Kovac-Alternative wären:

  • Arsene Wenger (69): 22 Jahre lang war der Franzose Trainer bei Arsenal London und gewann mit den "Gunners" drei Meisterschaften in der Premier League und sieben FA-Cups. In der Saison 2004 blieb Arsenal in der Premier League unter Wenger unbesiegt. Im Tor stand damals ein gewisser Jens Lehmann. Einmal erreichte Wenger mit den Londonern im Champions League-Finale. Der gebürtige Elsässer spricht fließend deutsch und kann auch mit großen Stars umgehen. Er arbeitete unter anderem mit Thierry Henry, Dennis Bergkamp oder zuletzt auch den Deutschen Per Mertesacker und Mesut Özil zusammen. Im Interview mit der "Sport Bild sagte" Wenger Mitte Oktober: "Ich glaube, am 1. Januar geht es wieder los. Ich bin gut ausgeruht, bin wieder bereit zu arbeiten."
  • Ralph Hasenhüttl (51): Hasenhüttl ist derzeit im Wartestand und wäre, wie Wenger, sofort verfügbar. Der Österreicher hat Stallgeruch. Jedoch ist sein Engagement bei den Amateuren der Bayern schon 14 Jahre her. Er ist zudem unerfahren im Umgang mit Stars. RB Leipzig etablierte er aber als Topteam in der Bundesliga.
  • Mark van Bommel (41): Der ehemalige Bayern-Spieler und Ex-Kapitän coacht derzeit sehr erfolgreich den niederländischen Topklub PSV Eindhoven. Seine Mannschaft führt die Liga mit fünf Punkten Vorsprung vor Ajax Amsterdam an. Van Bommel hat noch einen Vertrag bis 2021. Bei einem Angebot der Bayern würde er aber wohl ins Grübeln kommen.
  • Zinedine Zidane (46): Der Franzose wäre die Premium-Lösung der Bayern und ein ähnlicher Coup wie die Verpflichtung von Pep Guardiola 2013. Zidane gewann mit Real Madrid dreimal in Folge die Champions League und trat im Mai 2018 bei den "Königlichen" zurück. Zuletzt gab es immer wieder Gerüchte Zidane könnte Jose Mourinho bei Manchester United beerben. Einziger Nachteil: Zidane spricht kein Deutsch und würde wahrscheinlich nicht direkt zur Verfügung stehen, sondern wohl erst zu Beginn der kommenden Saison eine Option sein.

Eine erneute Rückkehr von Jupp Heynckes ist – Stand jetzt – ausgeschlossen. Heynckes ist mittlerweile 73 Jahre alt und würde sich den Job als Bayern-Retter nicht noch einmal antun, betonte er bereits mehrfach.

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