Kontroverse Debatte : Weil sie sich als Mo Salah verkleidete: Rassismus-Vorwurf gegen Neunjährige

Mohamed Salah wird weltweit als Fußball-Star gefeiert.
Mohamed Salah wird weltweit als Fußball-Star gefeiert.

Ein Mädchen verkleidet sich als ihr Idol, den Liverpool-Profi Mo Salah – und löst damit eine Rassismusdebatte aus.

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30. Oktober 2018, 13:58 Uhr

Limerick | In der Halloween-Zeit verkleiden sich mittlerweile Jung und Alt weltweit, auch Schminke gehört dazu. Unter anderem geben sich hellhäutige Menschen als dunkelhäutige Prominente aus und legen sich dunkles Make-Up auf, um den Vorbildern noch ähnlicher zu sehen.

Diese Praxis ist einschlägig als "Blackfacing" bekannt geworden und wird von vielen Menschen als rassistisch eingestuft. Warum? Ende des 19. Jahrhunderts kamen "Minstrel Shows" auf, in denen sich weiße Menschen dunkel schminkten und vermeintliche Klischees des naiven, schwachsinnigen, aber immer lustigen Schwarzen bedienten.

Die neunjährige Madison McGuane aus Irland wollte jetzt zu Halloween wie ihr Idol, der ägyptische Fußball-Star Mohamed Salah, aussehen – mit dunklem Make Up. In den sozialen Netzwerken entbrannte daraufhin eine hitzige Debatte.

"Von der Minute an, als Mo Salah beim FC Liverpool unterschrieben hat, mochte Madison ihn. Nun weiß sie mehr über Fußball als ich", sagt Marion McGuane über ihre Tochter Madison. "Anfangs hatte ich tatsächlich Bedenken, dass die Schminke als rassistisch interpretiert werden könne. Aber meine Tochter bestand darauf." Tatsächlich sollten sich die Bedenken – zumindest vereinzelt – bewahrheiten.

Das Kostüm wäre auch ohne dunkle Schminke authentisch gewesen. "Halloween bringt den ignoranten Rassismus hervor", betont unter anderem eine Frau auf Twitter. Mittlerweile erhält die neunjährige Madison jedoch großen Zuspruch. Zudem werden die britischen Medien, die eine "kontroverse Diskussion" herauf beschwören wollten, von den Lesern kritisiert.

"Sie ist gerade einmal neun Jahre alt, das ist doch süß" oder "Mit ihr ist nichts verkehrt. Feiern wir die Vielfalt" heißt es unter anderem in den sozialen Netzwerken. Das Bild von Madison in Salah-Verkleidung geht auf Twitter und Co. weiterhin viral – mit unterschiedlichen Meinungen.

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