Nach "fu**in' Weiße Haus"-Zitat : US-Präsident Donald Trump attackiert US-Kapitänin Rapinoe scharf

Liegen im Clinch: US-Präsident Donald Trump und US-Fußball-Nationalspielerin Megan Rapinoe.
Liegen im Clinch: US-Präsident Donald Trump und US-Fußball-Nationalspielerin Megan Rapinoe.

Donald Trump legt im Streit mit US-Fußballerin Rapinoe nach und macht dem US-Frauenteam ein ungewöhnliches Angebot.

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27. Juni 2019, 11:02 Uhr

Washington | Der verbale Schlagabtausch zwischen US-Präsident Donald Trump und der US-Kapitänin Megan Rapinoe geht in eine neue Runde. Jetzt hat sich Trump via Twitter direkt an Rapinoe gewandt. Die Frauen-Fußball-Nationalspielerin der USA hatte nach dem Achtelfinalsieg gegen Spanien in einem Interview einen Besuch beim Trump im Weißen Haus eine klare Absage erteilt. Rapinoe hatte erklärt im Falle eines Titelgewinns nicht zum obligatorischen Empfang ins Weiße Haus zu gehen. "Ich gehe nicht ins fu**in' Weiße Haus", sagte Rapinoe in einem Videoclip, den das Magazin "Eight by Eight" bei Twitter hochlud. Sie gehe davon aus, dass das Team ohnehin nicht eingeladen werde.

Trump attackiert Rapinoe: "Megan sollte gewinnen, bevor sie redet"

Der US-Präsident ist über die Aussagen von Rapinoe alles andere als erfreut und schlägt mit gleich drei Tweets zurück. Trump attackierte Rapinoe, die bereits schon häufiger über seine Politik ihr Missfallen zum Ausdruck brachte, scharf. Der US-Präsident stellte in seinen Tweets wie schon so oft heraus, wie gut es den USA wirtschaftlich und gesellschaftlich besser geht seit er im Amt ist. Dann stellte er klar, dass bis auf den NBA-Meister alle Teams und Ligen es lieben ins Weiße Haus zu kommen. Das Basketballteam der Golden State Warriors hatte in den vergangenen Jahren auf einen Besuch ins Weiße Haus verzichtet, weil einige Spieler – unter anderem die Top-Stars Kevin Durant und Stephen Curry – gegen die Politik von Trump protestierten.

Trump attackierte Rapinoe dann direkt. Sie sollte erstmal das Turnier gewinnen, bevor sie redet, so der US-Präsident. Dann erklärte er, dass er das US-Nationalteam um Kapitänin Rapinoe auf jeden Fall einladen werde, egal, ob sie die WM gewinnen oder verlieren. Rapinoe sollte jedoch niemals mehr das Land, das Weiße Haus oder die US-Flagge respektlos behandeln, da schon so viel für sie und dem US-Team getan wurde. "Seid stolz auf die Flagge, die ihr tragt. Die USA schlagen sich großartig", schrieb er zum Schluss.

USA am Freitag im Viertelfinale gegen Frankreich

Die Titelverteidigerinnen aus den USA treffen im Viertelfinale der WM am Freitag, 21 Uhr, auf den Gastgeber Frankreich. Auf die deutsche Mannschaft könnte die US-Amerikanerinnen frühestens im Finale treffen.

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