Wegen Bellarabi-Foul : Tim Wieses Rat an Uli Hoeneß: "Soll nicht rumheulen"

Tim Wiese ist seit dieser Saison Experte bei Sport1. Foto: imago/Future Image
Tim Wiese ist seit dieser Saison Experte bei Sport1. Foto: imago/Future Image

Für den ehemaligen Keeper ist das "Gejammer" des FC Bayern über die vermeintlich zu harte Gangart der Gegner übertrieben.

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18. September 2018, 07:57 Uhr

Hamburg | Wie während seiner aktiven Profizeit nimmt der ehemalige Werder-Keeper Tim Wiese auch nach seiner Karriere kein Blatt vor den Mund und scheut nicht die klaren Worte. Der 36-Jährige ist seit dieser Saison als Experte für Sport1 aktiv und hat dort nach dem dritten Bundesliga-Spieltag seine Meinung zur aktuellen Lage zum Besten gegeben. So empfiehlt er beispielsweise Bayern-Präsident Uli Hoeneß: "Er soll nicht rumheulen".

Hoeneß hatte sich nach dem Heimsieg des FC Bayern München gegen Bayer Leverkusen bitterlich über das Foulspiel von Karim Bellarabi an Rafinha beschwert. Der Leverkusener war dem Brasilianer ohne die Chance, an den Ball zu kommen, von hinten auf die Wade getreten und hatte dafür die Rote Karte erhalten. „Das Foul von Bellarabi war natürlich geisteskrank. Das ist vorsätzliche Körperverletzung. So einer gehört drei Monate gesperrt - und zwar für Dummheit", hatte der Bayern-Patron hinterher geätzt.

"Meister wird nur der FC Bayern"

Nachdem Hoeneß sich für seine Wortwahl bereits Kritik aus der Bundesliga anhören musste – unter anderem störte sich Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic an den Äußerungen des Münchners – hält nun auch Sport1-Experte Wiese mit seiner Meinung über das Bellarabi-Foul nicht hinterm Berg: "Klar, er ist etwas ungestüm in den Mann rein, mehr aber nicht. Bayern München musst du so attackieren. Spielerisch sind sie klar stärker als die Gegner, deswegen musst du körperlich aggressiver zu Werke gehen. Nicht unfair, aber du musst dich bemerkbar machen, keinen Respekt zeigen", schrieb Wiese in einer Kolumne. Dass der Bayern-Präsident sich jetzt beschwert, ist für Wiese nicht nachvollziehbar: "Er soll nicht rumheulen, das ist nun mal so."

Nach dem Spiel gegen Leverkusen hatte sich auch Bayern-Trainer Niko Kovac über die vermeintlich zu harte Gangart der Gegner in der Bundesliga beschwert. "Wir haben den dritten Bundesliga-Spieltag und ich habe das Gefühl, dass wir Freiwild sind," schimpfte der Kroate, nachdem sich in dieser Saison mit Kingsley Coman, Corentin Tolisso und eben Rafinha bereits drei Spieler langfristig verletzten.

Trotz der Verletzungsmisere glaubt Tim Wiese, dass der Rekordmeister auch am Ende dieser Saison wieder ganz vorne stehen wird. Verfolger Borussia Dortmund traut der Ex-Keeper nicht zu, den Abonnements-Meister zu stoppen. "Dass der BVB national ein Meisterkandidat ist, halte ich für Blödsinn. Meister wird nur der FC Bayern", schrieb der ehemalige Wrestling-Kämpfer, der jedoch noch eine Empfehlung für den Tabellenführer hatte: "Die Münchner sollen bitte nur mit dem Gejammer aufhören."

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