In den ersten 20 Minuten der Spiele : Stimmungsboykott: Fans wollen am nächsten Bundesliga-Spieltag schweigen

Fußballfans wollen in der Englischen Woche nächsten Dienstag und Mittwoch in den ersten 20 Minuten der Spiele der Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga schweigen. Foto: imago/Eibner
Fußballfans wollen in der Englischen Woche nächsten Dienstag und Mittwoch in den ersten 20 Minuten der Spiele der Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga schweigen. Foto: imago/Eibner

Für die Spiele der ersten drei Ligen Mitte nächster Woche hat der Zusammenschluss der Fanszenen Protest angekündigt.

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21. September 2018, 18:00 Uhr

Frankfurt | Der Zusammenschluss der Fußball-Fanszenen in Deutschland hat für die kommende Englische Woche einen "bundesweiten Aktionsspieltag" angekündigt. Das Bündnis rief für die Partien am kommenden Dienstag und Mittwoch in der Bundesliga, der 2. Bundesliga und der 3. Liga zu einem Stimmungsboykott in den ersten 20 Minuten auf. "Stattdessen werden wir unseren Protest in die Stadien tragen und zeigen, dass die große Masse an Fans nicht damit einverstanden ist, was einige wenige Funktionäre mit unserem geliebten Fußball veranstalten", hieß es in einem Statement am Donnerstagabend.

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Zentrale Forderung ist nach eigener Aussage, "dass der Fußball wieder die Interessen der Fans in den Mittelpunkt rückt und nicht die Interessen von Investoren oder Stakeholdern".

Schon bei den Partien der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals im August war es zu Protestaktionen unter dem Motto "DFB, DFL & Co. - Ihr werdet von uns hören!" gekommen. Wenige Tage später gab der Zusammenschluss bekannt, den Dialog mit dem DFB und der Deutschen Fußball Liga aufzukündigen. Das Fanbündnis hatte den Schritt damals damit begründet, "dass der Fußballsport noch weiter seiner sozialen und kulturellen Wurzeln beraubt werden soll, um ihn auf dem Altar der Profitgier von den Verbänden auszunehmen".

Als Beispiele waren die Einführung von Montagsspielen in der 3. Liga, der aus Sicht der Fans weiterhin willkürliche Strafenkatalog des DFB, mangelnde Transparenz bei der Aufarbeitung der WM-Affäre 2006 sowie die "vermeintliche Neuregelung der Regionalligen" genannt worden.

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