St. Pauli gegen Union Berlin : Wahnsinnige Schlussphase in Liga 2: "Das Millerntor explodiert!"

Ein alter bekannter sorgte für den Last-Minute-Sieg des FC St. Pauli.
Ein alter bekannter sorgte für den Last-Minute-Sieg des FC St. Pauli.

Kurz vor Schluss fielen noch drei Tore. Matchwinner war ein bekannter Rückkehrer.

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04. Februar 2019, 22:39 Uhr

Hamburg | Der FC St. Pauli hat die Gunst der Stunde genutzt und auch dank zweier Treffer von Alexander Meier in der Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga spektakulär Platz zwei erobert. Im Spitzenspiel setzten sich die Hanseaten am Montagabend 3:2 (1:0) gegen den 1. FC Union Berlin durch. Vor 29.546 Zuschauern im erneut ausverkauften Millerntor-Stadion erzielten Sami Allagui (23. Minute) und Meier (62./90.+4/Foulelfmeter) die Tore zum ersten Sieg des Kiezclubs über die "Eisernen" seit dem 4. Oktober 2014.

Für Union trafen Grischa Prömel (84.) und Suleiman Abdullahi (86.) zum zwischenzeitlichen Ausgleich. St. Pauli ist mit 37 Punkten nun erster Verfolger des Hamburger SV (40), da das Sonntag-Match des 1. FC Köln (36) in Aue ausfiel. Union (34) ist nun Vierter.

Meier "kaputt, aber glücklich"

"Das war ein geiles Spiel! Union hat uns vor Probleme gestellt, wir haben trotzdem unsere Mittel gefunden", sagte Pauli-Trainer Markus Kauczinski und lobte Matchwinner Meier: "Er hat ein Riesenspiel gemacht und riesig für die Mannschaft gekämpft." Meier sagte: "Ich bin ziemlich kaputt, aber sehr glücklich, dass wir das Spiel noch gewonnen haben. Zum Glück ist der Elfmeter reingegangen." Berlins Florian Hübner sagte: "Das ist eine ganz bittere Niederlage, wir haben viele Chancen gehabt. In der Nachspielzeit einen Elfmeter gegen sich gepfiffen zu bekommen, ist sehr bitter."

Alex Meier verletzt sich bei seinem ersten Tor gegen Union Berlin. Zum Glück für St. Pauli konnte der Stürmer weiterspielen. Foto: imago/Jan Huebner
Jan Huebner/Taeger
Alex Meier verletzt sich bei seinem ersten Tor gegen Union Berlin. Zum Glück für St. Pauli konnte der Stürmer weiterspielen. Foto: imago/Jan Huebner

St. Paulis Trainer Markus Kauczinski stellte sein Team nach der 1:2-Niederlage in Darmstadt auf fünf Positionen um. Erzwungen war der Wechsel von Stürmer Dimitrios Diamantakos (Muskelfaserriss), für den Winter-Zugang Alex Meier sein Startelf-Debüt feierte. Zudem rückten Jan-Philipp Kalla, Johannes Flum, Waldemar Sobota und Sami Allagui neu ins Team. Vielleicht auch deshalb kamen die Gäste, bei denen Sebastian Andersson im Sturm Sebastian Polter (Fußblessur) ersetzte, anfangs deutlich besser zurecht. Felix Kroos (20.) und Marvin Friedrich (22.) scheiterten an Torhüter Robin Himmelmann.

Mit der ersten St. Pauli-Chance traf Allagui dann aus 25 Metern in den Winkel. Kurz vor der Pause hätte der Tunesier sogar fast erhöht (44./45.). Nach dem Wechsel präsentierter sich St. Pauli dann kompakter, wacher und schaffte durch den ersten Treffer von Rückkehrer Meier für den FC St. Pauli seit 2003 das 2:0. Die Freude war groß, bis Union zweimal zurückschlug. Doch mit seinem sicher verwandelten Foulelfmeter rettete Meier den Gastgebern doch noch den Sieg.

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