Champions League kompakt : Skandal-Elfmeter in Manchester – Mourinho mal wieder "The Ekel One"

José Mourinho provozierte nach dem Schlusspfiff Fans und Spieler von Juventus Turin.
José Mourinho provozierte nach dem Schlusspfiff Fans und Spieler von Juventus Turin.

29 Tore, kuriose Szenen in Manchester und Turin: Die Champions League hatte es am Mittwoch mal wieder in sich.

svz.de von
08. November 2018, 07:08 Uhr

Hamburg | Ergebnisse des Abends

Gruppe E

FC Bayern München - AEK Athen 2:0 (1:0)

Benfica Lissabon - Ajax Amsterdam 1:1 (1:0)

Gruppe F

Manchester City - Schachtar Donezk 6:0 (2:0)

Olympique Lyon - TSG Hoffenheim 2:2 (2:0)

Gruppe G

ZSKA Moskau - AS Rom 1:2 (0:1)

Viktoria Pilsen - Real Madrid 0:5 (0:4)

Gruppe H

FC Valencia - Young Boys Bern 3:1 (2:1)

Juventus Turin - Manchester United 1:2 (0:0)

Szenen des Abends

Und wieder stellt sich die Frage: Welchen Mehrwert hat ein Spiel von der Anwesenheit der Torlinienrichter? Wenn man sich das Spiel zwischen Manchester City und Schachtar Donezk anschaute, ist diese Frage mit "keinen" zu beantworten. Als Raheem Sterling in den Strafraum der Ukrainer eindrang und dort ohne Fremdeinwirkung in den Boden trat, entschied Schiedsrichter Viktor Kassai auf Elfmeter. Schachtar-Spieler Mykola Matvienko soll Sterling von hinten umgetreten haben, doch der Abwherspieler stand bei der Aktion einen Meter von Sterling entfernt. Zwar hatte Kassai nicht die beste Sicht auf das Geschehen, der Torlinienrichter hätte jedoch zwingend eingreifen müssen. Den fälligen Elfmeter verwandelte Gabriel Jesus zum 2:0.

Normalerweise berichten wir an dieser Stelle immer von einer Szene des Abends. Der Mittwochabend hatte es aber in sich, daher wollen wir Ihnen diesen Zwischenfall nicht vorenthalten: Nachdem Manchester United völlig überraschend in den letzten Spielminuten das Spiel bei Juventus Turin drehte und noch mit 2:1 gewann, zeigte sich ManU-Trainer José Mourinho mal wieder von seiner uncharmanten Seite und mutierte von "The Special One" zu "The Ekel One". Nach dem Schlusspfiff eilte der Portugiese auf das Spielfeld, hielt seine Hand ans Ohr und provozierte Spieler und Fans von Juventus Turin. Der ehemalige Coach von Inter Mailand erklärte hinterher: "Ich wurde 90 Minuten lang beleidigt. Von mir war das keine Beleidigung. Das war vielleicht ein bisschen drüber, aber keine Beleidigung. Ich weiß, dass sich viele Millionen Inter-Fans über dieses Ergebnis freuen. Aber ich respektiere Juventus Turin.“

So liefen die Partien vom Dienstagabend

Spieler des Abends

Kaum zu stoppen war Toni Kroos (Mitte) am Mittwochabend.
dpa/Michal Kamaryt
Kaum zu stoppen war Toni Kroos (Mitte) am Mittwochabend.

Er wurde von den spanischen Medien harsch kritisiert in den vergangenen Wochen: Toni Kroos. Doch am Mittwochabend überzeugte der deutsche Nationalspieler auf ganzer Linie. Beim 5:0-Kantersieg von Real Madrid bei Viktoria Pilsen markierte Kroos ein Tor und bereitete zwei weitere vor. Auch sein Teamkollege Karim Benzema schoss sich den Liga-Frust von der Brust: Der Franzose traf doppelt und gab die Torvorlage zum zwischenzeitlichen 4:0 von Gareth Bale.

Tor des Abends

Als Leonardo Bonucci von Juventus Turin in der 65. Minute seinen Teamkollegen Cristiano Ronaldo mit einem langen Ball auf die Reise schickte, machte dieser kurzen Prozess: Per Direktabnahme traf der Portugiese zum zwischenzeitlichen 1:0 gegen seinen alten Klub Manchester United. So treffen nur die besten Fußballer der Welt den Ball.

Der Tweet des Abends

Nein, überzeugend war der 2:0-Sieg des FC Bayern München gegen den Außenseiter AEK Athen nicht. Anders gesagt: Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac knüpfte da an, wo sie in der Bundesliga beim 1:1 gegen den SC Freiburg aufgehört hatte. Traditionell sieht man dem FCB-Präsidenten Uli Hoeneß sofort an, welche Laune er gerade hat. Das Fußball-Satire-Magazin "Wumms" nahm das zum Anlass, um eine Farbkarte anzufertigen, mit der man die Stimmungslage von Hoeneß anhand seiner Gesichtsfarbe abgleichen konnte. Während des Spiels dürfte diese in die Kategorie "Dusel-Siege" gefallen sein.

Die Stimmen zu den deutschen Spielen

Ermin Bicakcic (TSG Hoffenheim): "Wenn du 0:2 hinten liegst, bleibt dir nichts anderes übrig, da musst du Vollgas geben. Es war ein starker Kampf von uns."

Kevin Vogt (TSG Hoffenheim): "Wie wir hier mit zehn Mann wiederkommen, da bin ich schon stolz auf die Truppe. Eine Riesen-Moral."

Robert Lewandowski (FC Bayern München): "Wir wussten, dass es nicht leicht werden würde, haben aber einen guten Schritt nach vorne gemacht. Wir hatten das Spiel in den entscheidenden Situationen unter Kontrolle. So ein Sieg ist für das Selbstbewusstsein sehr wichtig."

Niko Kovac (Trainer, FC Bayern München): "Wir haben verdient gewonnen, ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Es war kein Feuerwerk, aber wir haben zehn Punkte, es sieht gut aus. Aber gegen Dortmund müssen wir uns sicherlich steigern."

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