Spielabbruch nach Provokation : Polizeieinsatz bei Kreisliga-Partie: Kurden verlassen Platz nach Salut-Jubel

Die Polizei sorgte bei einem Kreisliga-Spiel für Sicherheit.
Die Polizei sorgte bei einem Kreisliga-Spiel für Sicherheit.

Während eines Kreisliga-Duells provozierte ein Akteur der türkisch geprägten Mannschaft mit einem Salut-Torjubel.

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18. Oktober 2019, 13:40 Uhr

Neuss | Bei einem von der Polizei abgesicherten Kreisligaspiel zwischen einem kurdisch und einem türkisch geprägten Fußballverein ist es nach einem Salut-Jubel zum Spielabbruch gekommen. Mindestens ein Spieler aus dem türkisch geprägten Team soll bei der Partie am Donnerstagabend nach dem dritten Treffer salutiert haben, wie eine Polizeisprecherin am Freitag sagte. Die gegnerische Mannschaft aus Grevenbroich verließ daraufhin das Feld. Zunächst hatte der "Express" über die Details berichtet.

Keine Straftaten

Danach liefen den Angaben nach Leute aus beiden Lagern auf den Platz. Die Polizisten bildeten demnach eine Polizeikette, um die Gruppen auf dem Spielfeld voneinander zu trennen. Nach Hinweisen auf mögliche Auseinandersetzungen kurz vor Beginn des Spiels, hatte die Polizei Kräfte zusammengezogen und war mit einem größeren Aufgebot vor Ort. Zu Straftaten kam es den Angaben nach nicht. Wer entschieden hatte, das Spiel abzubrechen, konnte die Polizei nicht sagen.

Vorbild: türkische Nationalmannschaft

Türkische Nationalspieler hatten in den vergangenen Tagen wiederholt beim Torjubel einen militärischen Gruß gezeigt. Ihr politisches Bekenntnis zum Militäreinsatz türkischer Streitkräfte in Nordsyrien zur Bekämpfung der Kurdenmiliz YPG wird international kritisiert. Seitdem gibt es Nachahmer des Salut-Jubels im Amateurbereich.

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