Superstar vor Abflug bei PSG? : Bei einem dieser drei Clubs könnte Neymar landen

Die sportliche Zukunft des Brasilianers Neymar ist ungewiss.
Die sportliche Zukunft des Brasilianers Neymar ist ungewiss.

Es halten sich hartnäckig Transfergerüchte um Neymar. Selbst der PSG-Vereinschef hält einen Wechsel für möglich.

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18. Juni 2019, 16:20 Uhr

Paris | Es wäre vermutlich der größte Transfer der Fußballgeschichte und es würde erneut den brasilianischen Superstar Neymar betreffen: Der Stürmer von Paris St. Germain gilt in seinem Club nicht mehr als unumstritten. Es verdichten sich die Wechselgerüchte um den 27-jährigen Brasilianer. Nun bezieht auch der Club-Chef Stellung. Doch angesichts der geforderten Ablösesumme und eines Mega-Gehaltes sind nur wenige Vereine in Europa in der Lage, einen Transfer dieser Größenordnung zu stemmen.

PSG-Boss stellt Neymars Zukunft im Club in Frage

"Niemand hat ihn gezwungen, hier zu unterschreiben, niemand hat ihn gedrängt", erklärte Vereinschef Nasser Al-Khelaïfi in einem Interview des Fachmagazins "France Football" (Dienstag). "Natürlich gibt es Verträge, die zu respektieren sind, aber wichtiger wird in Zukunft die absolute Bindung an unser Projekt sein", so der Katari weiter.

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Der Brasilianer besitzt beim Club des deutschen Trainers Thomas Tuchel noch einen Vertrag bis 2020. Die Sportzeitung "L'Équipe" hatte berichtet, dass die PSG-Vereinsbosse sich einem Wechsel nicht mehr verschließen würden und dass auch Neymar seine Zukunft außerhalb von Paris sehe. Laut der französischen Zeitung soll Neymars Berater Pini Zahavi, der vor zwei Jahren den 222-Millionen-Rekordtransfer vom FC Barcelona zu PSG eingefädelt hatte, einen Wechsel Neymars zurück nach Spanien forcieren. Genau diese 222-Millionen-Euro Ablöse würde PSG nun auch verlangen, sollte ein Verein wirklich die Absicht haben Neymar zu verpflichten. Zumindest annähernd diese Summe. Dazu kommt noch das Gehalt von zirka 30 Millionen Euro netto.

Wohl nur drei Teams können Neymar holen

Bei einer Rückkehr nach Spanien kommen nur zwei Vereine in Frage: Real Madrid und Neymars alter Verein der FC Barçelona. Vor zwei Jahren ging der Brasilianer beim Messi-Club im Unfrieden. Paris hatte von der Ausstiegsklausel in Neymars Vertrag Gebrauch gemacht. Für Barçelona kam der Wechsel überraschend und sorgte für Unverständnis. Mittlerweile ist jedoch etwas Gras über die Sache gewachsen und die Katalanen könnten sich unter Umständen eine Rückkehr des verlorenen Sohnes vorstellen. Die brasilianische Zeitung "Globo Esporte" berichtet, dass Barcelona 100 Millionen Euro für den Brasilianer auf den Tisch legen und eventuell Spieler wie Ousmane Dembélé, Ivan Rakitic und Samuel Umtiti verkaufen würden.

Barcelona schon mit Antoine Griezmann einig?

Allerdings soll sich die "Blaugrana" mit Stürmer Antoine Griezmann einig sein. Der französische Weltmeister hat seinen Abschied von Atletico Madrid schon verkündet. Es wird erwartet, dass Griezmann nach Barcelona wechselt. Auch Atleticos Geschäftsführer Gil Martin hatte sich bereits zu dem Deal geäußert: "Wir wissen seit März, dass Griezmann zu Barça wechseln wird." Jetzt erklärte jedoch der Präsident des FC Barcelona, Josep Maria Bartomeu, in einem Interview bei "RAC1": "Wir haben es immer gesagt, wir haben nie mit ihm gesprochen, da ist nichts dran." Sollte dieser Transfer dennoch vollzogen werden, wäre ein Neymar-Wechsel wohl selbst für die finanziell potenten Katalanen utopisch. Allein Griezmann würde 120-Millionen-Euro an Ablöse kosten. Ab 1. Juli würde diese Summe fällig.

Real-Boss großer Fan von Neymar

Beim Erzrivalen Real Madrid soll Neymar vor allem beim mächtigen Clubboss Florentino Pérez hoch im Kurs stehen. Pérez ist großer Fan des Brasilianers und hat schon öffentlich um ihn geworben. Die Madrilenen haben allerdings in dieser Transferperiode schon viel investiert, rund 300 Millionen Euro, unter anderen in Chelsea-Star Eden Hazard und den Ex-Frankfurter Luca Jovic.

Manchester United: Pogba zu Real – Neymar zu den "Red Devils"

Neben den beiden spanischen Vereinen könnte sich unter Umständen Manchester United für Neymar interessieren. Allerdings nur, wenn Paul Pogba den Verein verlässt. Der französische Weltmeister kokettiert öffentlich mit einem Wechsel:

"Nach dieser Saison und allem, was in dieser Saison passiert ist, mit meiner Saison, die auch meine beste war, denke ich mir, es könnte eine gute Zeit für eine neue Herausforderung woanders sein." Paul-Pogba-Zitat aus den englischen Medien


Angeblich soll auch Real Madrid Interesse haben. Sollte Pogba den Club verlassen, wären finanzielle Mittel da, um Neymar zu den "Red Devils" zu lotsen. Manchester United spielt allerdings in der kommenden Saison nur in der Europa League. Eine zu kleine Bühne für den Weltstar Neymar?

mit dpa-Material

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