Champions League : Manipulationsverdacht: Millioneneinsatz auf hohe Belgrad-Niederlage

Im Fokus: Die Champions League-Partie zwischen Paris St. Germain und Roter Stern Belgrad (Endstand 6:1).
Im Fokus: Die Champions League-Partie zwischen Paris St. Germain und Roter Stern Belgrad (Endstand 6:1).

Eine Führungsfigur von Roter Stern Belgrad soll einen hohen Betrag auf eine hohe Pleite gegen PSG gesetzt haben.

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19. Dezember 2018, 16:13 Uhr

Paris | Nach dem 6:1-Sieg der Fußballer von Paris Saint-Germain (PSG) in der Champions League gegen Roter Stern Belgrad gibt es laut einem Medienbericht neue Indizien für eine mögliche Wett-Manipulation. Wie die "Sportschau" der ARD unter Berufung auf ein nicht näher bezeichnetes Dokument berichtete, sei der Wett-Quotenverlauf zwei Stunden vor der Begegnung auffällig gewesen. Das beziehe sich auf die Wette für ein Ergebnis "Fünf oder mehr Tore".

Weder die europäische Fußball-Union UEFA noch die Pariser Finanz-Staatsanwaltschaft nahmen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur im Detail zu den neuen Informationen Stellung. Die Pariser Ermittler bestätigten wie bereits im Oktober, dass eine Untersuchung laufe.

Ranghohe Führungsfigur von Roter Stern im Fokus

Der französische Fußball-Meister PSG hatte sich am 3. Oktober überraschend klar mit 6:1 (4:0) gegen den serbischen Hauptstadt-Club durchgesetzt. Nach früheren Informationen der Nachrichtenagentur AFP und der Sportzeitung "L'Équipe" steht eine ranghohe Führungsfigur von Roter Stern Belgrad im Fokus der Ermittlungen. Der Mann soll einen Millionenbetrag auf eine Niederlage seines Clubs mit fünf Toren Unterschied gesetzt haben. Die UEFA habe die französischen Behörden informiert, hatte "L'Équipe" berichtet.

Millioneneinsatz

Wie die "Sportschau" nun berichtete, wurde die UEFA vor Spielbeginn von einem Informanten auf mögliche Manipulationen hingewiesen. Dabei sei es um den angeblichen Millioneneinsatz des Funktionärs gegangen. Der Verband halte den Hinweis und die Quelle für glaubwürdig. Die UEFA teilte auf Anfrage mit, sie nehme keine Stellung zu möglichen oder tatsächlichen Ermittlungen zu dem Verdacht auf Wettbetrug, um diese nicht zu beeinträchtigen.

PSG hatte bereits "kategorisch jede direkte und indirekte Verwicklung" zurückgewiesen. In Serbien wurden die Vorwürfe in Hinblick auf den Club stets bestritten. Behördliche Untersuchungen aufgrund der bisher bekannt gewordenen Verdachtsmomente sind nicht eingeleitet worden.

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