Deutsche Perspektivspieler : Holen sie künftige Titel? Diese Fußball-Talente machen Hoffnung

Talentierter Sechserpack: Arne Maier (oben links), Cedric Teuchert (oben Mitte), Philipp Max (oben rechts), Maximilian Eggestein (unten links), Niklas Stark (unten Mitte) und Niklas Füllkrug (unten links). Collage: imago/DeFodi(4)/JanHuebner/Nordphoto/
Talentierter Sechserpack: Arne Maier (oben links), Cedric Teuchert (oben Mitte), Philipp Max (oben rechts), Maximilian Eggestein (unten links), Niklas Stark (unten Mitte) und Niklas Füllkrug (unten links). Collage: imago/DeFodi(4)/JanHuebner/Nordphoto/

Fußball-Deutschland sehnt sich nach neuen deutschen Spielern, die das DFB-Team wieder konkurrenzfähig machen sollen.

svz.de von
13. Oktober 2018, 08:29 Uhr

Hamburg | Die deutsche Nationalmannschaft kämpft in diesen Tagen gegen den Abstieg aus der neugegründeten Nations League. Am Samstagabend, 20.45 Uhr, gastiert die Elf von Bundestrainer Joachim Löw in Amsterdam und trifft auf Erzrivale Niederlande. Drei Tage später macht die DFB-Elf Weltmeister Frankreich in Paris seine Aufwartung.

Einen richtigen Umbruch gab es nach der verkorksten WM nicht. Viele Weltmeister von 2014 stehen weiterhin im Aufgebot. Für diese Spieler kommt die EM 2024 im eigenen Land wahrscheinlich zu spät. Wir stellen ein paar potenzielle Kandidaten für das Turnier im eigenen Land vor, die sich in der Bundesliga bereits einen Namen gemacht haben und sicherlich schon im erweiterten Blickfeld des Bundestrainer gelangt sind. Diese Talente haben alle noch kein A-Länderspiel absolviert – das wird sich aber mit hoher Wahrscheinlichkeit bald ändern.

Hier eine Auswahl junger, talentierter deutscher Spieler:


Trotz seines jungen Alters ist Waldemar Anton beim Bundesligisten Hannover 96 schon Kapitän. Foto: imago/Nordphoto
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Trotz seines jungen Alters ist Waldemar Anton beim Bundesligisten Hannover 96 schon Kapitän. Foto: imago/Nordphoto

Waldemar Anton (Hannover 96), 22 Jahre, Innenverteidigung

Mit 22 Jahren ist Waldemar Anton der jüngste Kapitän der Bundesliga. Für Hannover 96 absolvierte Anton alle Spiele über die volle Distanz. Bislang hat er zwar schon neun Spiele für die U21 gemacht, wäre aber auch noch für Russland spielberechtigt. Der Verband hat wohl auch schon bei ihm angeklopft. Auch für die kommenden U21-Spiele wurde Anton von Stefan Kuntz nominiert – allerdings musste der Innenverteidiger aufgrund von Kniebeschwerden absagen. Auch sein Marktwert stieg im vergangenen Jahr: Von elf Millionen auf 15 Millionen.


Niklas Stark spielt in der Innenverteidigung bei Hertha BSC. Foto: imago/DeFodi
Max Maiwald/DeFodi.eu
Niklas Stark spielt in der Innenverteidigung bei Hertha BSC. Foto: imago/DeFodi

Niklas Stark (Hertha BSC) 23 Jahre, Innenverteidigung

Niklas Stark ist mit seinen erst 23 Jahren schon ein Bundesliga erfahrener Spieler. Er hat bereits 105 Partien im deutschen Oberhaus auf dem Buckel. Bei Hertha BSC hat er sich einen Stammplatz in der Innenverteidigung erkämpft und spielt in den Gedanken von Trainer Dardai eine wichtige Rolle. Stark hat auch fast alle deutschen U-Mannschaften durchlaufen und ist U19 (2014) und U21- Europameister (2017). Jetzt fehlt nur noch der Anruf vom Bundestrainer.


Offensivstarker Linksverteidiger: Augsburgs Philipp Max war in dieser Saison schon an vier Toren direkt beteiligt. Foto: imago/Jan Huebner
Jan Huebner
Offensivstarker Linksverteidiger: Augsburgs Philipp Max war in dieser Saison schon an vier Toren direkt beteiligt. Foto: imago/Jan Huebner

Philipp Max (FC Augsburg) 25 Jahre, Außenverteidigung links

2015 wechselte Philipp Max von Karlsruhe nach Augsburg. Dort ist er unumstrittener Stammspieler. Wie wichtig er sich für das Team gemacht hat, zeigt seine Bilanz: Als linker Verteidiger steuerte er in dieser Saison bereits zwei Tore und zwei Vorlagen in sieben Spielen bei. Auch in der vergangenen Saison zeigte er seine Qualitäten: in 33 Spielen konnte er 13 Vorlagen und zwei Tore verbuchen. Das schlägt sich natürlich auch auf seinen Marktwert aus. Lag dieser im vergangenen Jahr noch bei etwa fünf Millionen, ist er mittlerweile auf 17 Millionen gestiegen.


Erst 19 Jahre alt, aber aus der Startelf bei Hertha BSC schon nicht mehr wegzudenken: Arne Maier. Foto: imago/DeFodi
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Erst 19 Jahre alt, aber aus der Startelf bei Hertha BSC schon nicht mehr wegzudenken: Arne Maier. Foto: imago/DeFodi

Arne Maier (Hertha BSC), 19 Jahre, Mittelfeld

Schon 2016 bewies die englische Zeitung "The Guardian" ein gutes Näschen und hatte Arne Maier auf einer Liste von talentierten europäischen Junioren-Spielern. Zu diesem Zeitpunkt war Maier 16 Jahre alt. Drei Jahre später hat er in dieser Saison den Durchbruch in der Bundesliga geschafft. Bei Hertha BSC ist er die zentrale Figur im Mittelfeld. Maier vereint alle Fähigkeiten, die ein moderner "Sechser" haben sollte: Spielverständnis, die nötige Ruhe am Ball, Zweikampfstärke und Übersicht. Der Herthaner spielt aktuell unter Trainer Stefan Kuntz in der U21-Nationalmannschaft.


Mittelfeldspieler Florian Neuhaus steht sinnbildlich für den positiven Wandel, den Borussia Mönchengladbach in dieser Saison vollzieht. Foto: imago/Eibner
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Mittelfeldspieler Florian Neuhaus steht sinnbildlich für den positiven Wandel, den Borussia Mönchengladbach in dieser Saison vollzieht. Foto: imago/Eibner

Florian Neuhaus (Borussia Mönchengladbach), 21 Jahre, Mittelfeld

Der gebürtige Bayer feierte in der abgelaufenen Saison mit Fortuna Düsseldorf den Aufstieg in die Bundesliga. Fortuna-Coach Friedhelm Funkel hätte Neuhaus gerne behalten, doch der 21-Jährige war nur ausgeliehen von Borussia Mönchengladbach. Bei den "Fohlen" glaubt man an die Entwicklung von Neuhaus und er bestätigt das Vertrauen. In dieser Saison ist er unter Trainer Hecking ein fester Bestandteil im Mittelfeld und kam in jeder Bundesliga-Partie zum Einsatz. Beim 3:0 der Borussen in München zeigte Neuhaus zum ersten Mal vor großem Publikum, was er drauf hat. Auch in der U21 ist er Stammspieler unter Trainer Kuntz.


Mitverantwortlich für den Aufschwung bei Werder Bremen ist Maximilian Eggestein. Der Mittelfeldmann spielt eine zentrale Rolle in den Gedanken von Trainer Florian Kohfeldt. Foto: imago/DeFodi
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Mitverantwortlich für den Aufschwung bei Werder Bremen ist Maximilian Eggestein. Der Mittelfeldmann spielt eine zentrale Rolle in den Gedanken von Trainer Florian Kohfeldt. Foto: imago/DeFodi

Maximilian Eggestein (Werder Bremen) 21 Jahre, Mittelfeld

Der ältere der beiden Eggestein-Brüder hat in dieser Saison bereits mehrmals unter Beweis gestellt, dass er ein Kandidat für die A-Nationalmannschaft ist. In allen Spielen stand er 90 Minuten auf dem Platz, ist aus dem Mittelfeld der Bremer derzeit nicht wegzudenken und ein Grund für die beste Saisonplatzierung nach sieben Spieltagen seit sieben Jahren (Platz 2 in der Saison 2011/12 unter Thomas Schaaf).


Den HSV bewahrte er vor dem Abstieg, dennoch lief es für Luca Waldschmidt nicht optimal bei den Hanseaten. Nach seinem Wechsel zum SC Freiburg zeigt er nach und nach seine vorhandenen Offensiv-Qualitäten. Foto: imago/Philippe Ruiz
Philippe Ruiz
Den HSV bewahrte er vor dem Abstieg, dennoch lief es für Luca Waldschmidt nicht optimal bei den Hanseaten. Nach seinem Wechsel zum SC Freiburg zeigt er nach und nach seine vorhandenen Offensiv-Qualitäten. Foto: imago/Philippe Ruiz

Luca Waldschmidt (SC Freiburg), 22 Jahre, Sturm

Wechselte vor der Saison von Absteiger Hamburg zum SC Freiburg. Bislang noch nicht über den Status des "Edel-Jokers" hinausgekommen, rettete aber beispielsweise im Spiel gegen den VfB Stuttgart mit seinem späten Tor zum 3:3-Endstand einen Punkt. Für seinen Trainer Christian Streich ist Waldschmidt ein Glücksfall: Spielen kann der gebürtige Siegener nicht nur zentral, sondern auch außen. Der 22-Jährige bewies sich außerdem in allen Jugend-Nationalmannschaften von der U16 bis zur U21.


Stürmer Niklas Füllkrug war mit seinen 14 Toren maßgeblich am sicheren Klassenerhalt von Hannover 96 in der vergangenen Saison verantwortlich. Auch in der aktuellen Serie hat er schon wieder zweimal getroffen. Foto: imago/Jan Huebner
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Stürmer Niklas Füllkrug war mit seinen 14 Toren maßgeblich am sicheren Klassenerhalt von Hannover 96 in der vergangenen Saison verantwortlich. Auch in der aktuellen Serie hat er schon wieder zweimal getroffen. Foto: imago/Jan Huebner

Niclas Füllkrug (Hannover 96), 25 Jahre, Sturm

Obwohl er in der vergangenen Saison 14 Tore verbuchen konnte und auch in dieser Saison schon zwei Mal traf, wurde Niclas Füllkrug noch nicht von Jogi Löw nominiert. Dabei könnte der vielseitig einsetzbare Stürmer die in der Vergangenheit häufig bemängelte Treffsicherheit der Nationalmannschaft sicherlich aufbessern. Bei anderen Clubs steht Füllkrug hoch im Kurs, aber er verlängerte seinen Vertrag kürzlich erst langfristig bei den Niedersachsen. Besonders Borussia Mönchengladbach ist am gebürtigen Hannoveraner interessiert. Trainer Dieter Hecking sagte noch kürzlich: "Ein interessanter Spieler. Das wird er auch in Zukunft sein."


Cedric Teuchert (l) wartet beim FC Schalke 04 noch auf seinen ersten Treffer, doch in der U21-Nationalelf unter Trainer Stefan Kuntz zeigt sich der ehemalige Nürnberger treffsicher. Foto: imago/DeFodi
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Cedric Teuchert (l) wartet beim FC Schalke 04 noch auf seinen ersten Treffer, doch in der U21-Nationalelf unter Trainer Stefan Kuntz zeigt sich der ehemalige Nürnberger treffsicher. Foto: imago/DeFodi

Cedric Teuchert (Schalke 04), 21 Jahre, Stürmer

In der vergangenen Winterpause wechselte Teuchert vom damaligen Zweitligisten 1. FC Nürnberg zum FC Schalke. In bisher zehn Pflichtspielen konnte der gebürtige Coburger bislang noch kein Tor erzielen. Seinen Torriecher hat er aber nicht verloren, denn in der U21-Nationalmannschaft unter Trainer Stefan Kuntz trifft er fast, wie er will. In sieben Länderspielen erzielte er bislang sieben Tore. Auch beim "Club" bewies er seine Qualitäten – in der 2. Bundesliga netzte er in 41 Partien immerhin elfmal ein. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann er auch beim FC Schalke durchstartet.

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