Kein Preis für die Bayern-Spieler : Anstatt Ribéry und Robben: Jetzt bekommt ein anderer Bundesliga-Star den Bambi

Wegen Franck Ribérys Fehlverhalten müssen der Franzose (r.) und sein Teamkollege Arjen Robben auf den Erhalt des 'Bambis' verzichten. Foto: imago/MIS
Wegen Franck Ribérys Fehlverhalten müssen der Franzose (r.) und sein Teamkollege Arjen Robben auf den Erhalt des "Bambis" verzichten. Foto: imago/MIS

Nachdem Franck Ribéry am Samstag einen Medienvertreter attackiert hatte, wird ihm jetzt die Bambi-Auszeichnung verwehrt.

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15. November 2018, 13:55 Uhr

Berlin | Fußballer Franck Ribéry hätte eigentlich einen Bambi bekommen sollen – doch die Jury hat sich wenige Tage vor der Gala umentschieden. "Arjen Robben und Franck Ribéry sollten ursprünglich einen Bambi erhalten für ihre außergewöhnlichen Leistungen als eines der kreativsten Spieler-Duos der Bundesliga", teilte Hubert Burda Media am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur mit.

Weiterlesen: Treffen in München: Ribéry entschuldigt sich bei TV-Mitarbeiter

Man habe sich gegen die Verleihung entschieden, nachdem Ribéry einen Journalisten nach der Niederlage bei Borussia Dortmund körperlich attackiert habe.

Können Verhalten nicht akzeptieren

"Ein solches Verhalten gegenüber Vertretern der Medien können wir als journalistisches Haus nicht akzeptieren. Es tut uns Leid, dass ein großartiger Sportler wie Arjen Robben von dieser Entscheidung mit betroffen ist." Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. Der Bambi wird am Freitag zum 70. Mal in Berlin verliehen .Ob nun ein anderer Sportler ausgezeichnet wird, wurde zunächst nicht bekannt.

An Stelle der beiden Bayern-Spieler soll nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung nun ein anderer Bundesliga-Star den Sport-Bambi erhalten: Claudio Pizarro von Werder Bremen. Der 40-Jährige erlebt bei den Hanseaten derzeit seinen gefühlt siebten Frühling und liefert auch im hohen (Fußballer-)Alter noch regelmäßig Topleistungen ab. In dieser Saison erzielte der Peruaner bereits zwei Tore und ist mit insgesamt 194 Treffern der erfolgreichste ausländische Spieler der Bundesliga-Geschichte. Pizarro, der in seiner Karriere mehrfach für Werder und den FC Bayern spielte und dazwischen einen Abstecher in die englische Premier League machte (FC Chelsea) ist derzeit der älteste Spieler in der Bundesliga und hat 455 Spiele in der Bundesliga absolviert – auch das ist Rekord für einen ausländischen Spieler.

Öffentliche Entschuldigung von Franck Ribéry

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In einem kurzen Video auf der Internetseite des deutschen Fußball-Meisters sagte Ribéry zu seinem Fehltritt: "Es war natürlich falsch, was ich gemacht habe. Es ist immer schwierig nach einem Spiel, weil ich sehr emotional war. Ich habe zu Patrick Entschuldigung gesagt, auch an seine Familie." Nach der 2:3-Niederlage der Bayern bei Borussia Dortmund am vergangenen Samstag habe Ribéry den Berater von beIN Sports France angepöbelt, wie der TV-Sender auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Montag mitgeteilt hatte. Der Sender sprach von "beleidigenden Äußerungen gegenüber Patrick Guillou", dieser sei auch körperlich angegriffen worden.

Guillou war am Mittwoch bei einem Gespräch in München, in dem sich Ribéry entschuldigte. "Das ist gut, dass er nach München gekommen ist. Wir haben lange zusammen geredet über die Situation, die nach dem Dortmund-Spiel passiert ist", sagte Ribéry. "Die Besprechung war wichtig für ihn und für mich."

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