Nach Tweet zu Uiguren : "Game over": Chinas "Pro Evolution Soccer" löscht Mesut Özil

Politisches Statement mit Folgen: Mesut Özil.
Politisches Statement mit Folgen: Mesut Özil.

Die Kritik von Ex-Nationalspieler Mesut Özil an dem Umgang mit den Uiguren in China zieht weitere Kreise.

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19. Dezember 2019, 13:40 Uhr

Peking | Nach der Kritik des deutschen Fußballers Mesut Özil an der Verfolgung der Uiguren in China ist der Star des britischen Premier-League-Club FC Arsenal aus der chinesischen Version des "eFootball PES 2020" gestrichen worden. "Seine Worte haben die Gefühle der chinesischen Fans verletzt", teilte der chinesische Betreiber des Spieles mit. "Wir können es nicht verstehen, akzeptieren oder entschuldigen!", teilte das Projektteam der Internetfirma NetEase mit, die in China die Lizenz für das Spiel hat.

Die chinesischen Spiele "Pro Evolution Soccer", "Pro Evolution: Kings Assembly" und "Pro Evolution Club" wiesen keinen Spieler "Mesut Özil" mehr auf, hieß es weiter. Die Reaktion folgte auf heftige Kritik der chinesischen Regierung an einem Tweet von Özil. Der Ex-Weltmeister hatte auf Türkisch die Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren in Nordwestchina scharf angeprangert und sie als "Kämpfer, die der Verfolgung widerstehen", beschrieben. Auch hatte Özil, selbst gläubiger Moslem, "das Schweigen der muslimischen Brüder", also der muslimische Staaten in der Welt, gegenüber China kritisiert.

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Nach offiziell unbestätigten Schätzungen sind Hunderttausende Uiguren in Umerziehungslager gesteckt worden, die China allerdings nur als Fortbildungszentren beschreibt. Uiguren sind ethnisch mit den Türken verwandt und fühlen sich von den herrschenden Han-Chinesen unterdrückt. Nach ihrer Machtübernahme 1949 in Peking hatten die Kommunisten das frühere Ostturkestan der Volksrepublik einverleibt. Peking wirft uigurischen Gruppen Terrorismus und Separatismus vor.

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