Milde Urteile : Nach Rassismusskandal in Wolfsburg: Zwei Täter bleiben straffrei

Der Rassismus-Skandal beim Länderspiel zwischen Deutschland und Serbien hat nur für einen der beteiligten Männer Konsequenzen.
Der Rassismus-Skandal beim Länderspiel zwischen Deutschland und Serbien hat nur für einen der beteiligten Männer Konsequenzen.

Nach dem Rassismusskandal beim Länderspiel zwischen Deutschland und Wolfsburg im März steht nun das Urteil gegen die drei Täter fest.

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15. Mai 2019, 15:21 Uhr

Wolfsburg | Nach rassistischen Beleidigungen bei einem Fußball-Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Serbien (1:1) vom 20. März in Wolfsburg sind zwei von drei Beschuldigten straffrei geblieben. Nach Angaben des Amtsgerichts Braunschweig muss lediglich ein dritter Mann mit einer Strafe von 2400 Euro rechnen, weil er "Sieg Heil" skandierte. Vor dem Amtsgericht Wolfsburg wurde ein entsprechender Strafbefehl gestellt. Zunächst hatte die "Bild" berichtet.

Die drei Männer hatten eingeräumt, einige Spieler, darunter Leroy Sané und Ilkay Gündogan, als "Neger", "Bimbo" oder "Türke" betitelt zu haben. Doch die Beleidigungen reichen nach Ansicht der Staatsanwaltschaft nicht für ein Verfahren wegen Volksverhetzung aus.

Die Affäre ins Rollen gebracht hatte der Journalist André Voigt, der ein Video veröffentlicht hatte, in dem er von verbalen Ausfällen einiger Zuschauer während der Partie der deutschen Nationalmannschaft gegen Serbien berichtetet hatte.

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