"Ich bin selbst manchmal anfällig" : Nach Hoeneß-Attacke auf Bellarabi: Völler zeigt sich milde

Bayer Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler hat Verständnis für Uli Hoeneß. Foto: imago/DeFodi
Bayer Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler hat Verständnis für Uli Hoeneß. Foto: imago/DeFodi

Bayer Leverkusens Sportdirektor ist Bayern-Präsident Uli Hoeneß wegen dessen Kritik an Karim Bellarabi nicht böse.

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19. September 2018, 11:22 Uhr

Düsseldorf | Leverkusens Sport-Geschäftsführer hat mit Verweis auf eigene emotionale Ausbrüche Verständnis für die harsche Kritik von Uli Hoeneß an Bayer-Profi Karim Bellarabi geäußert, dem Bayern-Präsidenten aber in der Sache erneut widersprochen. "Ich nehme es ihm nicht übel. Ich bin selbst manchmal anfällig dafür, sehr impulsiv zu sein", sagte Völler vor dem Abflug zum Europa-League-Spiel bei Ludogorez Rasgrad.

Die Kritik der Bayern an angeblich überharter Spielweise der Leverkusener beim 1:3 am Samstag in München teilte Völler aber nicht. "Das Foul von Bellarabi war sicher übel. Aber ansonsten war alles komplett fair." Völler bekräftigte seinen Verdacht, dass Bellarabi nach seiner Roten Karte ohne Hoeneß' Aussagen länger gesperrt worden wäre. "Ich bin ja schon ein paar Jahre dabei und kenne mich etwas mit der Sportgerichtsbarkeit aus", sagte er. "Ich denke schon, dass so etwas helfen kann", fügte Völler hinzu.

Tags zuvor hatte Völler der "Bild"-Zeitung gesagt, Hoeneß habe "uns mit seinen Aussagen sogar einen Gefallen getan." Der Bayern-Präsident hatte das Foul Bellarabis gegen Bayern-Spieler Rafinha als "geisteskrank" und "vorsätzliche Körperverletzung" bezeichnet.

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