Nach verpassten Aufstieg : HSV-Kapitän Aaron Hunt rechnet mit eigenem Team ab

Frustriert nach dem verpassten Aufstieg: Die Spieler des HSV, im Vordergrund Kapitän Aaron Hunt.
Frustriert nach dem verpassten Aufstieg: Die Spieler des HSV, im Vordergrund Kapitän Aaron Hunt.

Der HSV-Kapitän spart nach dem 1:4-Debakel von Paderborn nicht mit Kritik. Trainer Hannes Wolf steht kurz vor dem Aus.

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13. Mai 2019, 07:36 Uhr

Paderborn | Nach dem verpassten Aufstieg und dem desaströsen 1:4 in Paderborn liegen die Nerven beim Hamburger SV blank. Vor allem HSV-Kapitän Aaron Hunt ließ nach dem Spiel mächtig Dampf ab und ätzte im Sky-Interview gegen seine eigenen Mitspieler, nahm sich von der Kritik aber auch nicht aus. "Es ist schwierig, die richtigen Worte zu finden. Ich muss aufpassen, was ich sage. Ein paar Sachen sollte ich und muss ich intern machen. Fakt ist, wir haben hier hochverdient verloren, weil wir uns einfach verpisst haben – alle auf dem Platz."

Hunt kritisiert Mannschaft scharf

Im direkten Duell im Kampf um den direkten Aufstieg in die Bundesliga versagte der HSV am Sonntag in Paderborn auf ganzer Linie. Nur einmal kurz flackerte Hoffnung auf als Rick van Drongelen per Kopf zum 1:2 verkürzte. Doch der Treffer sollte sich nur als Strohfeuer entpuppten. "Das Ergebnis sagt alles aus über das ganze Spiel und die ganzen Wochen", fügte Hunt zu seiner Kritik hinzu.

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HSV-Trainer Hannes Wolf mit Galgenhumor

Angesprochen auf die Aussagen Hunts flüchtete sich Trainer Hannes Wolf in Galgenhumor: "Es ist immer schwierig mit den Motiven der Spieler, wir haben definitiv das, was uns ausgemacht hat, die Stabilität, nicht mehr auf den Platz bekommen. Irgendwann war's dann auch egal, wen du aufstellst, wie du einstellst."

Fatale Rückrunde

Wie kapital schlecht die Form des HSV in den letzten Spielen war, kann man an der Rückrundentabelle ablesen. Die Hamburger gingen als Tabellenführer ins Jahr 2019, doch vor allem nach dem 4:0-Derbysieg im März beim FC St. Pauli ging nichts mehr. In der Rückrundentabelle liegt der HSV punktgleich mit Fürth auf Rang 16. "Das ist katastrophal, aber wenn man so eine Rückrunde spielt, dann hat man den Aufstieg auch nicht verdient", erklärte Aaron Hunt.

Wie es mit dem HSV und auch mit Trainer Hannes Wolf weitergeht, ist völlig offen. Sportchef Ralf Becker vermied nach dem Debakel am Sonntag ein Bekenntnis zum Trainer. "Wir müssen klar analysieren, was uns diese Saison gefehlt hat – und diese Dinge knallhart angehen. Nächste Saison müssen wir uns über das ganze Jahr anders präsentieren. Wir haben das ganz klare Ziel aufzusteigen."

mit dpa-Material

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