Beschluss vom Kontrollausschuss : Nach Anti-Rassismus-Protesten: Keine Strafen für Spieler vom DFB

BVB-Star Jadon Sancho trägt auf seinem T-Shirt die Aufschrift 'Justice for George Floyd'.
BVB-Star Jadon Sancho trägt auf seinem T-Shirt die Aufschrift "Justice for George Floyd".

Die Fußballprofis, die in der Bundesliga öffentlich gegen Rassismus protestiert hatten, erhalten keine Strafe vom DFB.

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03. Juni 2020, 15:21 Uhr

Frankfurt/Main | Der Deutsche Fußballbund (DFB) verzichtet auf eine Bestrafung der Fußballprofis, die am vergangenen Bundesligaspieltag Solidarität mit dem in den USA von einem Polizisten getöteten George Floyd bekundeten. In einer am Mittwoch veröffentlichten Entscheidung wertete der Kontrollausschuss des DFB das Verhalten als Anti-Rassismus-Aktionen, die sich für Werte stark machen, für die auch der DFB stehe. Deshalb werde es auch für vergleichbare Aktionen in den kommenden Wochen keine Strafen geben.

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Aufschriften auf den T-Shirts

Die Bundesligaprofis Achraf Hakimi und Jadon Sancho von Borussia Dortmund, Weston McKennie vom FC Schalke 04 und Marcus Thuram von Borussia Mönchengladbach hatten mit Gesten und Aufschriften auf ihrer Kleidung wegen des weltweit für Entsetzen sorgenden Tods von Floyd gegen Rassismus protestiert. Nach den Vorgaben des Weltfußballverbands Fifa sind Fußballprofis keine politischen, religiösen oder persönlichen Botschaften erlaubt. Deshalb forderte der Kontrollausschuss des DFB Stellungnahmen der Spieler ein.

Der Präsident des DFB, Fritz Keller, erklärte, er begrüße "den weitsichtigen Beschluss des DFB-Kontrollausschusses ausdrücklich" und sei "sehr froh darüber". Die Aktionen der Spieler hätten den Respekt und das Verständnis des Verbands.

Den Weg für die Entscheidung des deutschen Verbands hatte zuvor Fifa-Präsident Gianni Infantino geebnet, der am Dienstag erklärt hatte, die Spieler sollten trotz der geltenden Regeln nicht bestraft werden, sondern ihre Proteste sollten vielmehr begrüßt werden. Die Bundesligaprofis verdienten Applaus für ihr Verhalten.

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