Neuer TV-Vertrag : Clubs einig: Montagsspiele in der Bundesliga sollen abgeschafft werden

Zahlreiche Fans in der Bundesliga sprechen sich gegen Montagsspiele aus.
Zahlreiche Fans in der Bundesliga sprechen sich gegen Montagsspiele aus.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sollen die Montagsspiele der Fußball-Bundesliga abgeschafft werden.

svz.de von
21. November 2018, 11:50 Uhr

Hamburg | In der Fußball-Bundesliga soll es von der Saison 2021/22 an nicht mehr die ungeliebten Montagsspiele geben. Die Clubs haben sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur für eine Abschaffung ausgesprochen und wollen damit einen Dauerstreit mit der Fanszene beenden. Künftig sollen mehr Begegnungen am Sonntag ausgetragen werden. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) wollte sich dazu am Mittwoch vorerst nicht äußern.

Der bis zum 30. Juni 2021 gültige Fernsehvertrags enthält fünf Montagabend-Begegnungen pro Saison. Dieser Verpflichtung wollen die 18 Vereine auch bis dahin nachkommen, zumal sie dem Fernsehvertrag zugestimmt hatten. Die DFL hatte die veränderte Stimmungslage zuletzt bei zwei Versammlungen der Erst- und Zweitliga-Vertreter abgeklopft. Offen sind weiterhin die Anstoßzeiten der 2. Liga. Der TV-Vertrag bringt dem Profifußball von 2017/2018 bis 2020/2021 insgesamt 4,64 Milliarden Euro.

Streit zwischen Fans und DFL

Am Dienstag hatte die Fanszene einen bundesweiten Stimmungsboykott und Protest-Aktionen gegen Spiele unter der Woche für den 13. Spieltag angekündigt. In der Erklärung, die von vielen Ultra-Gruppen unterstützt wird, heißt es: "Diese Entwicklung darf von uns Fans nicht hingenommen werden, denn nur wir können mit geschlossenem und starken Protest diesem Trend entgegenwirken! Im Sinne eines Fußballs für die Fans und nicht eines des finanziellen Profits."

Die Mainzer Fans warfen in der vergangenen Saison aus Protest gegen die Montagsspiele Klopapierrollen auf den Platz.
imago/Sven Simon
Die Mainzer Fans warfen in der vergangenen Saison aus Protest gegen die Montagsspiele Klopapierrollen auf den Platz.

Viele Fans protestieren seit langem gegen arbeitnehmerunfreundliche Spiele unter der Woche. Bereits Ende September hatten Zuschauer in den ersten drei Ligen mit einem Stimmungsverzicht ihren Unmut über die ihrer Meinung nach wachsende Kluft zwischen Anhängern, Vereinen und Verbänden sowie die zunehmende Kommerzialisierung im Fußball ausgedrückt.

Der 13. Spieltag findet vom 30. November bis zum 3. Dezember statt. Erstmals in dieser Runde gibt es dann in der höchsten deutschen Spielklasse mit dem Duell des 1. FC Nürnberg gegen Bayer Leverkusen auch wieder ein Montagsspiel.

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