Auswirkungen des Coronavirus : Medien: DFL-Beratungen über Spieltag-Absage und Saison-Verlängerung

Die legendäre Südtribune im Dortmunder Signal Iduna Park wird wohl in näherer Zukunft ohne Zuschauer auskommen müssen. Foto: imago images/Jan Huebner
Die legendäre Südtribune im Dortmunder Signal Iduna Park wird wohl in näherer Zukunft ohne Zuschauer auskommen müssen. Foto: imago images/Jan Huebner

Die DFL berät derzeit ob mehrere Szenarien, wie es mit der Bundesliga-Saison weitergehen könnte.

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13. März 2020, 10:12 Uhr

Hamburg | Nach übereinstimmenden Medienberichten berät die Deutsche Fußball Liga (DFL) über eine sofortige Einstellung des Spielbetriebs in der 1. und 2. Bundesliga wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie. Dies haben die "Rheinische Post" und die "Sportschau" erfahren. Damit könnte schon der aktuelle Spieltag, der ohnehin komplett ohne Fans in den Stadien stattfinden sollte, ausfallen. Die Sportschau schreibt außerdem am Freitag, dass die DFL intensiv mit den Clubs über die Möglichkeit berate, die Bundesliga-Saison bis zum 30. Juni 2020 spielen zu lassen.

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Der Hintergrund für diese Verhandlungen: Ende Juni enden viele Verträge der Profis in der 1. und 2. Bundesliga. Sollte es so kommen, wäre die Verschiebung der Fußball-Euromeisterschaft (12. Juni bis 12. Juli) die unausweichliche Konsequenz. Bei der Europäischen Fußball-Union UEFA wird nach Sportschau-Informationen "zeitgleich über eine Verlegung der Europameisterschaft in das Jahr 2021 verhandelt."

Vereine appellieren an Fans: Vom Stadion fernbleiben

Im Mittelpunkt des Bundesliga-Spieltages steht das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04. Vor dem für Samstag geplanten Geisterspiel hatte der BVB an die Fans appelliert, sich nicht in unmittelbarer Nähe des Stadions aufzuhalten. "So sehr wir es bedauern, dass wir im Stadion auf Euren schwarzgelben Support verzichten müssen, steht die Gesundheit klar im Vordergrund. Jeder Einzelne ist aufgefordert, Verantwortung zu zeigen und damit sich und andere Menschen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. Auch im Fall eines Derbysieges", hatte der Fußball-Bundesligist auf seiner Homepage mitgeteilt. Darüber hinaus äußerte der Tabellenzweite die Bitte, keine "Public Viewings" zu veranstalten.

Borussia Mönchengladbach sagte die Pressekonferenz vor dem geplanten Auswärtsspiel am Sonntag bei Eintracht Frankfurt ab. "Aufgrund des Aufrufs der Bundesregierung von gestern Abend, wegen des Corona-Virus bis auf weiteres auf jegliche Veranstaltungen mit Menschenansammlungen wenn möglich zu verzichten und soziale Kontakte einzuschränken", werde die Pressekonferenz nicht stattfinden, hieß es in einer Mitteilung.

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