Ausland oder Bundesliga? : Keine Einsätze, keine Einigung: Götzes ungewisse Zukunft beim BVB

Wohin führt Mario Götzes Weg in Zukunft?
Wohin führt Mario Götzes Weg in Zukunft?

Dortmunds Coach Lucien Favre verzichtet fast komplett auf Mario Götze in den ersten beiden Pflichtspielen.

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12. August 2019, 14:12 Uhr

Dortmund | Sebastian Kehl grantelte am Samstagnachmittag nach Dortmunds 4:0-Testspielsieg beim Drittligisten Preußen Münster: "Da hätte bei dem einen oder anderen mehr kommen können. In der ersten Halbzeit war wenig Tempo im Spiel; viel quer, nicht genug Bewegung, wenig Tiefe. Es fehlte also all das, was wir von unserem Spiel erwarten“, so Dortmunds Leiter der Lizenzspielabteilung. Ob er bei dieser Kritik auch Mario Götze miteinbezog, erklärte Kehl nicht. Immerhin schoss der 27-Jährige zwei der vier Tore.

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Götze in den ersten beiden Pflichtspielen außen vor

Einen Tag zuvor wurde Mario Götze beim 2:0-Sieg gegen den KFC Uerdingen im DFB-Pokal erst kurz vor Schluss für Kapitän Marco Reus eingewechselt. Im Supercup gegen Bayern München schmorte er gar 90 Minuten lang auf der Bank. Trotz einer weitestgehend guten Vorbereitung scheint der Weltmeister von 2014 in den Gedanken von Cheftrainer Lucien Favre keine (große) Rolle zu spielen. Vielleicht stocken auch deshalb die Vertragsverhandlungen zwischen dem BVB und Götze. Der Vertrag läuft im kommenden Jahr aus. Angeblich pausieren die Gespräche, weil beide Parteien sich nicht auf eine Gehaltsstufe einigen können.

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Zehn Millionen Euro Gehalt - nur Reus verdient mehr

Aktuell ist Mario Götze hinter Marco Reus Topverdiener beim BVB. Wie die "Bild" spekuliert, verdient Götze zusammen mit Neuzugang Mats Hummels zehn Millionen Euro pro Jahr. Marco Reus bekommt noch zwei Millionen mehr. Hinter dem Toptrio liegen Axel Witsel (7,5), Julian Brandt (7), Paco Alcacer (7) und der ausgeliehene Andre Schürrle (7 Millionen Euro Gehalt). Der BVB möchte, dass Götzes Gehalt um zirka 20 Prozent reduziert werden soll, dann wäre er auf einer Stufe mit Witsel, Brandt und Alcacer. Demnach steht Götze in der Gehaltsliste angeblich weiter oben, als es seine sportliche Bedeutung für das Team widerspiegelt. "Eine Reduzierung seiner opulenten Bezüge wäre im Sinne der Gehaltshygiene bei dieser Argumentation folgerichtig", kommentierten jüngst die "Ruhr Nachrichten".

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Starke Saison beim BVB – dennoch nur Back-Up für Reus oder Alcacer

Götze geht mittlerweile in seine zehnte Bundesliga-Saison. Nach drei Jahren bei den Bayern kehrte er 2016 zu den "Schwarz-Gelben" zurück. In der vergangenen Saison hatte er großen Anteil am Dortmunder Aufschwung. Unter Favre kam er 2018/2019 auf 26 Einsätze. Er schoss sieben Tore und legte sieben weitere auf. Eine gute Bilanz. Wenn man sich seine Einsätze aber näher anschaut, stellt man fest, dass Götze fast immer nur spielte, wenn entweder Stürmer Paco Alcacer oder Spielmacher Marco Reus verletzt oder gesperrt waren. Nur einmal (Sieg gegen Stuttgart) standen die drei Offensivspieler gemeinsam in der Anfangself. Das lässt den Schluss zu, dass Götze der perfekte Back-Up für entweder Alcacer oder Reus (war) ist. Wie schon beschrieben, verzichtete Favre in den ersten beiden Pflichtspielen fast völlig auf Götze. Im Supercup und im Pokal spielten Alcacer und Reus auf Götzes' Positionen.

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Götze, der in der Sommerpause seine langjährige Freundin Ann-Kathrin Brömmel heiratete, könnte im 4-2-3-1-System des BVBs auch die offensiven Außenpositionen bekleiden, doch seit der neuen Saison ist die Konkurrenz durch die Neuzugänge Thorgan Hazard und Julian Brandt nicht gerade kleiner geworden. Auf der rechten Seite hat Jadon Sancho seinen Stammplatz so gut wie sicher. Als vierte Option steht auch noch der dänische U21-Nationalspieler Jacob Brunn-Larsen bereit. Wo ist da Platz für den WM-Finaltorschützen von 2014?

Ausland eine Option für Götze

In einem kürzlich veröffentlichen Interview mit dem Streaminganbieter "DAZN" beantwortete er die Frage, ob er seine Zukunft überhaupt in der Bundesliga sehe, wie folgt: "Im Fußball kann alles passieren" und auch das Ausland sei "natürlich ein Thema". In der Bundesliga wäre Götze auch nicht mehr vermittelbar, er hat bei den derzeit besten Teams in Deutschland gespielt. Trotz der weiter anhaltenden Verhandlungen um eine Weiterbeschäftigung beim BVB, die sich seit Januar 2019 hinzieht, geht Götze gelassen mit seiner Situation um. "Ich habe noch ein Jahr Vertrag und bin in jeglicher Hinsicht entspannt."

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