Entscheidung durch die Stadt Nürnberg : Wegen Coronavirus: Länderspiel zwischen Deutschland und Italien ohne Zuschauer

Die deutsche Nationalmannschaft empfängt vor leeren Rängen die italienische Auswahl am 31. März.
Die deutsche Nationalmannschaft empfängt vor leeren Rängen die italienische Auswahl am 31. März.

Die Stadt Nürnberg, wo die Partie stattfinden wird, informierte den DFB am Dienstagvormittag.

von
10. März 2020, 16:34 Uhr

Nürnberg | Der Fußball-Klassiker zwischen Deutschland und Italien am 31. März in Nürnberg wird zum Geisterspiel. Das Test-Länderspiel wird wegen der Ausbreitung des Coronavirus nach aktuellem Planungsstand vor leeren Rängen ausgetragen. "Über allem steht die Gesundheit", sagte Generalsekretär Friedrich Curtius in einer Mitteilung des Deutschen Fußball-Bundes am Dienstag. Die Stadt Nürnberg hatte zuvor den DFB über die Entscheidung informiert:


"Die Behörden haben nun klare Vorgaben gemacht, für die wir in dieser für uns schwierigen und komplexen Frage sehr dankbar sind. Auch wenn es natürlich bitter ist, dass dieser Klassiker vor leeren Rängen stattfinden muss", sagte Curtius. Zuvor hatte bereits die bayerische Staatsregierung empfohlen, generelle Veranstaltungen, bei denen mehr als 1000 Menschen aufeinandertreffen, abzusagen. Dies betrifft auch Sportveranstaltungen wie etwa Spiele der Fußball-Bundesligen.

Mehr Coronavirus-Fälle in Italien

Das Länderspiel gegen Italien war seit Wochen Gegenstand von Diskussionen, da auch Fans der Azurri erwartet werden, die aus Italien angereist wären. Das Land kämpft seit Wochen mit einer weitaus größeren Zahl von Coronavirus-Fällen als Deutschland.

Weiterlesen: Geisterspiele – Segen für TV-Zuschauer, Albtraum für Amateurklubs?

Das Robert Koch-Institut hat ganz Italien inzwischen als Risikogebiet eingestuft, die italienischen Behörden haben die Bewegungsfreiheit ihrer Bürger flächendeckend eingeschränkt. Das Länderspiel gegen Italien gilt als der letzte große Test für das Team von Bundestrainer Joachim Löw, bevor es in die heiße Phase der Vorbereitungen auf die Fußball-Europameisterschaft im Sommer geht.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen