FC Liverpool gegen Manchester City : "When Pep meets Kloppo": Spektakel garantiert im Top-Duell der Premier League

Im direkten Vergleich der beiden Trainer hat Liverpool-Coach Jürgen Klopp (links) knapp die Nase vorn gegenüber City-Manager Pep Guardiola. Foto: picture alliance/Rui Vieira/AP/dpa
Im direkten Vergleich der beiden Trainer hat Liverpool-Coach Jürgen Klopp (links) knapp die Nase vorn gegenüber City-Manager Pep Guardiola. Foto: picture alliance/Rui Vieira/AP/dpa

In jüngster Vergangenheit waren die Duelle zwischen Liverpool und Manchester City immer spektakulär. Auch am Sonntag?

svz.de von
07. Oktober 2018, 08:04 Uhr

Manchester/Liverpool | Das Topspiel der Premier League kommt für Jürgen Klopp zu einem eher ungünstigen Zeitpunkt. Nach drei Pflichtspielen ohne Sieg und einem Formtief in der Champions League empfängt der Zweite FC Liverpool am Sonntag in Anfield den Tabellenführer Manchester City mit Starcoach Pep Guardiola. "Das können wir nicht ändern", nahm es Klopp pragmatisch. "Es wäre zu jedem Zeitpunkt in der Saison schwer, es ist niemals leicht gegen sie."

Gündogan: "Haben uns an der Anfield zuletzt schwergetan"

In der Vorsaison ließ es Klopps Elf mitunter zumindest leicht aussehen und war fast schon ein Angstgegner für Man City. "In den vergangenen Jahren haben wir uns an der Anfield Road immer schwergetan", räumte auch City-Profi Ilkay Gündogan ein. "Die haben uns aus der Champions League rausgeschmissen, was immer noch ein bisschen wehtut." Im Viertelfinale siegte Liverpool zuhause mit 3:0 und entschied auch das Rückspiel mit 2:1 für sich. "Vielleicht gilt es, da noch ein bisschen was gutzumachen", meinte Gündogan.

In der Liga erlebten die Fans im Januar ein wahres Spektakel, als die Reds in Anfield mit 4:1 in Führung gingen, am Ende aber nur knapp mit 4:3 gewannen. Britische Medien sprachen von einem Klassiker. Gündogan traf in der Nachspielzeit für City. "Gegen Kloppo ist es immer besonders", sagte er. "Ich würde mich sehr freuen, ihn wieder zu sehen."

Liverpool bangt um Keita

Dass er im Match gegen seinen früheren Trainer bei Borussia Dortmund zum Einsatz kommt, ist aber unwahrscheinlich. Bei Man Citys Champions-League-Sieg in Hoffenheim (2:1) musste Gündogan am Dienstag mit Oberschenkel-Beschwerden ausgewechselt werden. Auf der anderen Seite bangt Liverpool um Mittelfeldspieler Naby Keita. Der frühere Leipziger klagte beim 0:1 in der Königsklasse beim SSC Neapel über Rückenschmerzen und wurde noch vor Ort in eine Klinik gebracht. Laut britischen Medien stehen die Chancen aber gut, dass er für das Spitzenspiel in England wieder zur Verfügung steht.



Klopp hofft außerdem, dass die Reds ihre Torgefahr wiederfinden, die ihnen zuletzt abhanden gekommen ist. In Neapel gab sein Team nicht einen einzigen Torschuss ab. Am Sonntag setzt der Coach auf den Heimvorteil als Motivationsfaktor. "Dann haben wir unser Publikum im Rücken", sagte er. "Napoli hat die Atmosphäre genutzt, und wir konnten sie mit unserer Leistung nicht ruhigstellen. Aber am Sonntag wird zumindest das zu 100 Prozent anders sein."

"Herausforderer gegen Champion"

Britische TV-Sender kündigten das mit Spannung erwartete Topduell als "Herausforderer gegen Champion" an. Denn trotz der jüngsten Flaute gilt Liverpool weiter als schärfster City-Konkurrent um den Titel. Und die Bilanz im persönlichen Duell gegen den früheren Bayern-Coach Guardiola, gegen den Klopp schon mit dem BVB diverse Male antrat, spricht für den Liverpool-Trainer. Von 14 Pflichtspielen gegen den Spanier gewann Klopp acht, einmal trennte man sich unentschieden, fünfmal siegte Guardiola.

Der hat aus der letzten Begegnung der beiden Topteams auch abseits des Platzes Konsequenzen gezogen. Nachdem der Mannschaftsbus von Manchester City bei der Anreise in Liverpool im April mit Flaschen und Feuerwerkskörpern attackiert wurde, wird Guardiolas Mannschaft dieses Mal eine andere Route zum Stadion nehmen. Der Teambus ist außerdem rundherum mit Spezialkameras ausgerüstet, die übermütige gegnerische Fans von Angriffen abschrecken sollen.



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen