Im Fokus der UEFA : Konsequenzen drohen: Kostet Militär-Salut die Türkei die EM?

Der türkischen Nationalmannschaft droht Sanktionen durch die UEFA.
Der türkischen Nationalmannschaft droht Sanktionen durch die UEFA.

Die UEFA hat nach dem Militärgruß türkischer Nationalspieler Untersuchungen eingeleitet – harte Sanktionen sind möglich.

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16. Oktober 2019, 06:33 Uhr

Istanbul | Fast alle türkischen Nationalspieler hatten am Montag beim 1:1 im EM-Qualifikationsspiel in Frankreich den Ausgleich mit einem Militärgruß gefeiert. Die Spieler bringen damit ihre Unterstützung der türkischen Streitkräfte zum Ausdruck, die in einer Militäroffensive gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien vorgehen. Der Einsatz wird international scharf kritisiert. Das Regelwerk der UEFA ist eindeutig: Politische Äußerungen in Stadien sind verboten. Der europäische Verband hat bereits Untersuchungen gegen türkische Nationalspieler eingeleitet.

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Die UEFA hatte schon vor dem Spiel in Frankreich angedeutet, ein Verfahren gegen den türkischen Verband einzuleiten. Die zuständige Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer tagt am Donnerstag. Ob dann schon Sanktionen verhängt werden, ist fraglich. Möglich sind Geldstrafen, Platzsperren oder sogar Punktabzüge.

Brisantes Duell am 14. November

Letzteres könnte die Türkei die EM-Teilnahme kosten. In der Quali-Gruppe H stehen die Türken mit 19 Zählern auf Platz eins, vier Punkte vor Island, das auf dem dritten Rang steht – das EM-Ticket ist noch nicht gelöst. Nur die ersten beiden Teams qualifizieren sich für das Turnier 2020. Im Falle eines Punktabzugs der Türkei könnten die Isländer sogar noch am grünen Tisch an der Mannschaft von Trainer Senol Günes vorbeiziehen. Brisant: Am 14. November treffen die beiden Teams in Istanbul aufeinander.

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Der wiederholte Militärgruß stößt international auf Kritik. Der italienische Sportminister Vincenzo Spadafora will die Türkei und deren Präsidenten Recep Tayyip Erdogan für die international heftig kritisierte Militäroffensive in Nordsyrien sogar sportpolitisch bestrafen und Istanbul das nächste Champions-League-Finale im Mai 2020 entziehen. Das schrieb er in einem Brief an UEFA-Präsident Aleksander Ceferin und meinte, dass man dadurch zeigen könne, dass der Sport ein Instrument des Friedens sei.

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